@ Balou, Hansflo, Jomo
Vielen Dank für Euer Lob.
Ich will mit meinen Berichten bewußt Lust darauf machen, auch unbekanntere Regionen zu besuchen. Im Mezzogiorno muss man allerdings wissen, auf was man sich da einläßt. Dem Quantensprung, was Liebenswürdigkeit, Kommunikationsfreude und Hilfsbereitschaft der Menschen betrifft, stehen die großen sozialen Verwerfungen dieser Regionen gegenüber. Ich habe bewußt nichts über die katastrophalen Zustände in Neapel (das wir nicht zum ersten Mal sehen) geschrieben, die wir bei 2 Stunden Aufenthalt und einer kurzen Tour in der Innenstadt erlebt haben. Müll und Dreck und Unmengen Schwarzafrikaner, die nach Eßbarem darin wühlen. Auch nichts über die Sippen von Roma und Sinti, die die Bahnhöfe in Kalabrien belagern, ohne Ticket lärmend und pöblend in die Züge einsteigen und von den Schaffnern 2 Stationen weiter wieder rausfliegen... Solche Szenen haben wir noch nie in Italien erlebt. Normalerweise sind wir ziemlich cool und wissen uns auch in potentiell risikoreichen Situationen menschlich korrekt zu verhalten, aber das war zuweilen grenzwertig.
Im Inland geht es ärmlich aber viel harmloser zu. Hier sieht man den Geldmangel eher an den Häuserfassaden, Straßen etc.
Insofern ist es gut, wenn man weiß, wohin man will und wie man dorthin kommt. Aber abhalten sollte man sich nicht lassen. Dafür sind die Landschaften zu schön.
Gerhard
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