Ich bin etwas erstaunt, was hier geschrieben wurde. Nicht, dass ich es anzweifeln will, aber ich habe gegenteilige Eindrücke gehabt.
Ich bin das Papalagi in L mit Trekkinglenker gefahren und fand es sehr bequem, konnte es mir aber aufgrund der Länge nicht mit Rennlenker vorstellen. Ich bin es in M mit Rennlenker gefahren und fand es ganz schön sportlich für ein Reiserad, der Sattel ist bei mir deutlich höher als der Lenker. Ich finde es ist für den Alltag ein spritziges und wendiges Rad, mit dem man sehr dynamisch fahren kann - zum Beispiel ohne große Vorsicht beim Wechsel von Asphalt auf Feldweg usw. Zudem geht es als Reiserad durch, aber eben als sportliches. Es fühlt sich an wie ein Cyclocrosser in 26 Zoll. Es gibt sicherlich weniger sportlichere und somit bequemere Reiseräder und evtl. auch laufruhigere, mit längerem Hinterbau und längerem Steuerrohr, als das Papalagi. Ist halt die Frage, was man will und gerne hat.
Das Andale bin ich gefahren (weiß nicht mehr in welcher Größe) und es fühlte sich bequemer, ruhiger, träger und unsportlicher an als das Papalagi. Wesentlich sogar. Das 2 Zentimeter längere Steuerrohr spricht doch auch für diesen Eindruck, meine ich?
Vor allem, wenn man das Papalagi mal mit flachem Vorbau fährt, ist das schon ein brutal sportliches Gerät. Selbst mit einem 35-Grad-Vorbau verliert es seinen sportlichen Charakter nicht. Immer mit voller Spacerhöhe. Diese zu reduzieren, daran ist für mich gar nicht zu denken. Meiner Meinung nach ist es auch nur mit einem Gepäckträger gut zu fahren, bei dem die Taschen weit hinten hängen. Der Hinterbau des Papalagi ist schon recht kurz.