Die Windstabilität eines Zeltes kann durch eine ordentliche Abspannung erheblich gesteigert werden. Getestet wird meist nur mit den im Lieferumfang vorhandenen Abspannungen, die leider auch in der 400 EUR-Preisklasse oft nur symbolischen Wert haben. Bei meinem - oben abgebildeten - alten VauDe-Deneb-Einbogen-Zelt lagen nur zwei viel zu kurze (und dadurch steil verlaufende) Leinen bei. Auch bei einem freistehenden Kuppelzelt - wie dem Sierra Leone - kann ich eine durchdachte Abspannung sehr empfehlen.

Die Werbung unterstellt irreführend, Windstabilität sei zuerst eine Frage des Gestänges, dann des Zeltgewebes.
Das ist falsch: mehr Windstabilität entsteht zuerst durch bessere Abspannung. Grundregeln:

- Gestängebogen unten fixieren
- wichtige Abspannungen nicht am losen Zeltgewebe, sondern an Gestängeschlaufen montieren
- Leinen möglichst lang und in flachem Winkel spannen (nicht steil!)
- Gestängebogen ca. bei 1/3 der Höhe abspannen, gern auch mehrfach
- Gestängebogen V-förmig nach 2 Seiten abspannen (ist im Bild oben erkennbar)
- Leinen straff spannen und täglich nachspannen

Und das wichtigste: Das Zelt immer ordentlich abspannen, weil Windböen und Wetterumschwünge unerwartet eintreffen. Nur sollte man dazu nie zu bequem sein...
Beim Zeltkauf würde ich vor allem darauf achten, wo und wieviele Leinenschlaufen vorhanden sind.