Ich denke, es ist bei dem Thema einfach wichtig die Zielsetzung im Auge zu behalten. Für den Rennradfahrer, Mountainbiker und Reiseradler ist, zumindest im Augenblick, die Kette sicherlich noch die bessere Lösung.
Bei einem Stadt-, Arbeits oder "normalen" Tourenradler sehe ich das anders. Für manch einen ist die Kette am Fahrrad mit ein Grund, warum er das Fahrrad nicht als Verkehrsmittel nutzt. Eben weil man keine Lust auf Schmierenflecken hat, weil Wartung am Fahrrad ungefähr genauso gern gemacht wird wie am Auto (und da sind die Leute mit Wartungsintervallen von teilweise 2 Jahren inzwischen ziemlich "verwöhnt"), weil der Kettenantrieb auch beim Normalfahrer schnell teuer werden kann, weil es eine Kette halt nicht so toll findet, wenn Sie ständig im Regen steht und nie Öl sieht oder mal geputzt wird, viele weil.
Zusammengefasst: Wie bei allen anderen Fahrzeugen auch erwartet der Normalmensch heutzutage Nutzung ohne Wartungsaufwand und genau das kann er mit einem Riemenantrieb bekommen.
Zur Übersetzungsdiskussion:
Einerseits reichen dem normalen Stadtradler mit Sicherheit die 8 Gänge die heute eine normale Nabenschaltung bietet, anderseits soll es auch die Möglichkeit geben was Neues zu entwickeln. Spontan würden mir da Sachen wie die G-Box von Nicolai einfallen, aber auch stufenlose Lösungen sind mit Riemenantrieben zu realisieren. Ob da was kommt oder was wird sich zeigen.
Ciao,
Stefan