Hallo,
ich bezweifle stark, dass es sinnvoll ist, ein Tourenrad als Rennrad "umzubauen".
Auf dem Bild ist m.E. eindeutig zu sehen, dass die Sitzpositition zu "gestaucht" ist. Das Oberrohr des Rahmens ist wohl recht kurz und außerdem ist der Vorbau sehr kurz. Das ganze Rad macht einen instabilen Eindruck. Das hängt u.a. mit der großen Rahmenhöhe zusammen. Auf einer Abfahrt wird das Rad sicher starke Flatterneigung haben.
Ich persönlich habe ein MTB und mehrere Rennräder. Auf den Rennrädern kann ich auch langsam und bequem fahren (ist aber sicher subjektiv).
Zur Einstellung der Rennräder:
Ich habe bei Körpergröße 183 eine Schrittlänge von 86 cm und die Räder haben Rahmenhöhe 55 cm (Mitte Tretlager - Mitte Oberrohr). Bei meinem Renn-Reiserad sieht das dann so aus:
Bild Zur Einstellung eines Rennrades folgende Regeln. Sind sicher nicht für jeden das Optimum, aber es lassen sich zumindest grobe Fehleinstellungen ausfindig machen. Die Einstellungen gelten natürlich nur bei Ausrüstung mit Klickpedalen (die bei einem Rennrad Standard sind und m.E. auch bei Tourenrädern sehr sinnvoll sind).
Rahmenhöhe (Mitte Tretlager - Mitte Oberrohr) = 0,65 x Schrittlänge
Sattelhöhe (gemessen ab Mitte Tretlager bis Oberkante Sattel) = 0,885 x Schrittlänge
Position Fuß auf dem Pedal: Der Fuß soll mit dem Großzehengelenk möglichst genau über der Pedalachse stehen
Position des Sattels zur Tretlagerachse: Bei waagerechter Tretkurbel und Fuß (eingerastet) waagrecht auf dem Pedal soll das senkrechte Lot vor der Kniescheibe durch die Pedalachse fallen.
Höhenunterschied zwischen Sattel und Lenkervorbau: 6 bis 9 cm
Vorbaulänge: Ellenbogen an Sattelspitze und ausgestreckter Arm plus 1-2 cm ergeben die Lenkermitte Gruß
Peter