Ok, fangen wir mal an: äußerlicher Rost tut der Kette gar nichts, ähnlich einem rostigen Stahlrahmen sind da noch jahrelanges rosten drin, bis was durchgerostet ist. An den Stellen an denen was regelmäßig bewegt wird, entsteht gar kein Rost.
Wo viel Fett oder Öl ist kommt Dreck viel lieber hin: Dreck wird vom Vorderrad z.B. aufgewirbelt, fliegt gegen die Kette, und bleibt kleben, sobald da irgendwie nur ein bißchen Öl oder Fett außen dran ist. Ergebniss sind dann die typischen schwarzen Umhüllungen.
Der Trick für Langlebigkeit ist angehafteten Dreck, der dann mit Öl eine wunderbare Schmirgelpaste bildet, zu vermeiden, indem man nur noch minimalst ölt, erst nachölt wenn es zu quietschten beginnt, und danach jegliches außen an der Kette haftendes Öl/Fett penibelst mit Lappen entfernt (an den Kettenblättern und Schaltröllchen auch), nach der ersten Fahrt nochmal.
Und da sind teure Ketten evtl. schon besser, weil die Härtung der Metalle vllt. besser ist, und man so mit besserem Gewissen mal längere Zeit mit einem Zwitschern durch die Gegend fährt. Zwitschern ist aber viel besser für die Kette als immer lautlos aber mit Dreckpaste zu laufen.
Wenn man dann noch Angst vor dem Rost hat, kann man sich ja immer noch Edelstahl holen. Diese Dreckvermeidungsstrategie hilft auch bei Edelstahl.
Nur mal mein
Rad2 bei UR2 anschauen wie gut der Antrieb noch aussieht obwohl das Rad sonst gut eingeschlammt war.
EDIT: Und ja, mit dem Rad hab ich hier bei den wenigen Schnee-Eismatsch-Tagen diesen Winter meine Alltagsfahrten gemacht, weil die Stadtschlampe im Umbau war. Danach wars wenigestens sauber

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Gruß, Ingmar