Nachdem das hier in theoretischen Konstruktionen immer weiter zerfleddert wird:
Licht muss dabeisein!
Sowohl zu Hause wie auch anderswo! Es geht nicht an, sich daheim uber die "Dunkelradler" auszulassen, den ganzen Schmarrn aber sofort zu vergessen, sobald die Ortliebs auf den Bock geschnallt sind. Und um das ganze so konkret wie möglich zu machen:
Nie hatte ich mir vorgestellt, in Griechenland nachts umherzufahren. Die ersten Erfahrungen mit den Sommertemperaturen und den mit Marmorsplitt panierten Reifen liessen mich bald auf die Nachtstunden ausweichen, für die Mittagszeit wurde die Hängematte wichtigster Ausrüstungsgegenstand. Irgendwo zwischen Glyfada und Sunion, so gegen 2 Uhr nachts, krieche ich eine andertalbspurige Strasse bergan, es ist wirklich stockfinster. Von oben kommt ein älteres Motorrad mit Funzellicht mir entgegen, natürlich Fahrbahnmitte. Auch ich nicht eben am Fahrbahnrand, der war ziemlich bröcklig und glasscherbenübersät.
Ich vertraue auf mein Dynamolicht (" ,,,der sieht mich schon!" ), als mich plötzlich eine unerwartete Luftbewegung alarmiert und ich auf direktem Weg in den Strassengraben steuere. Sekunden später passiert mich ein älterer Reisebus (CW-Wert wie ne Schrankwand) völlig unbeleuchted bis auf ein einzelnes Begrenzungslicht.
Was ich den (funktionierenden!) Rückleuchten hinterhergebrüllt habe, will ich hier nicht wiedergeben.
Im Recht gefühlt haben wir uns wohl beide, aber nur der Busfahrer hätte das im Falle eines Unfalls auch noch in Worten ausdrücken können.
Was ich draus gelernt habe:
Auf Reisen keinesfalls mit weniger Licht als daheim!
Was sich der Busfahrer wohl gedacht hat:
Fahren ohne Licht spart Benzin!
-Ein paar Tage vorher habe ich noch gesagt:
" Hier im Dunkeln fahren? Ich bin doch nicht lebensmüde! "
Noch Fragen?
Axel