hallo heike,
eine freundin von mir hat das gleiche problem wie du, weiss jetzt natürlich nicht, ob der medizinische hintergrund identisch ist. laienhaft ausgedrückt liegt in ihrem fall die ursache darin, dass ihr körper fälschlicherweise leichtes frösteln als extreme kältebedrohung überinterpretiert. daraufhin wird die durchblutung der äußersten gliedmaßen (also z.b. der finger) reduziert, um den restlichen organismus vor dem vermeintlichen kältetod zu bewahren. soweit mal meine etwas vereinfachte widergabe.
sollten die symptome bei dir gleichen ursprungs sein (weiss leider auch nicht die korrekte medizinische bezeichnung), so liegt das problem also weniger an der tatsächlichen kälteeinwirkung auf deine finger, sondern vielmehr an deinem gesamten temperaturhaushalt. hier gilt es dann vielleicht anzusetzen. die meiste wärme geht normalerweise über kopf und oberkörper verloren, bist du in diesen bereichen ausreichend warm bekleidet? die wirkung von mützen wird hierbei oft unterschätzt, der kopf macht m.w. ungefähr 30% des gesamten temperaturhaushaltes aus.
so, nun noch etwas konkretes zu handschuhen: axels empfehlung mit den unterziehhandschuhen halte ich schonmal für sehr wichtig. an sehr kalten tagen trage ich unterziehhandschuhe aus fleece, darüber kommen etwas weiter geschnittene handschuhe mit windstopper-membran. das funktioniert bestens.
fäustlinge können je nach schaltung etwas problematisch sein, speziell für die bedienung von kameras gibt es aber auch semi-fäustlinge, bei denen der zeigefinger frei benutzbar bleibt.
ansonsten ist es noch wichtig, dass die handschuhe nicht zu eng sitzen.
beste grüße, jan