Zitat
umal das Nachrüsten von Schmiernippeln einfach und günstig realisiert werden kann (Loch Bohren, Gewinde schneiden, Nippel Einschrauben).
Klares jein. Fettnippel in gängigen Größen haben ein Gewinde mit einer Steigung von einem Millimeter, also klassisches M6 sowie M8×1 und M10×1. Die Gewindebohrer dafür bekommt man, aber man muss schon nach einem Fachhändler suchen. Nur sind auch die kleinen Fettnippel mit M6 für Fahrradanwendungen ziemlich groß und man muss die Fettpresse auch ansetzen können. Wenn es schon Seile (gilt für alle, bitte nicht immer wieder »Züge«, wer die sucht, begebe sich zum nächsten Bahnhof) sein müssen, dann wirklich besser schmierfreie Kombinationen aus rostfreiem (nicht verzinktem, das hat miteinander soviel zu tun wie Stacheldraht mit Weizenbier) Seil und Kunststoffinnenhülle und einer Verlegung ohne Wassersack.
Wenn ich an die alten Bowdenzüge vom F8 mit Fettnippeln denke, die waren schon deutlich robuster als alles, was bei Fahrrädern vorkommt. Nur waren sie eben nicht ausgekleidet und ohne Fett läuft dort ein verzinktes Stahlseil in einer Hülle aus einer Stahldrahtspirale. Kunststoffinnenhüllen waren um 1950 noch kein Thema.

Pedalen sind ein wirklich wunder Punkt. Mir ist nich immer kein Hersteller begegnet, der die eigentlich sinnvolle Kombination von Rillekugellager und Nadellager einbauen würde. Der klassische Murks sind grobe Konuslager und die Kombination von Rillenkugellager und Gleitlager mit Messingbuchse muss schon fast als Edellösung bezeichnet werden. Bei den Naben kann man den Konuslagerunfug schon mindestens fünfundzwanzig Jahre vermeiden, indem man um Herrn Shimano und sein Imperium einen Bogen macht.

Langlebige Komponenten gibt es schon, nur bekommt man sie leider nur sehr selten von Fahrradherstellern in einem Stück.