Wie man bei Rohloff auf die Schnapsidee kommen konnte, dass das Schaltrad anders herum gehen muss, ist mir ein Rätsel. Zudem kommt man dauernd durcheinander, wenn man S7 und Rohloff abwechselnd fährt. (Ähnlich schlechte Erfahrungen hatte ich mit der ersten Version der S7 gemacht: der Schalthebel ging genau andersrum, als bei meiner Torpedo-3-Gang-Nabe vor Urzeiten. Ich habe mich auch nach Jahren ständig verschaltet und an intuitives Schalten war, trotz Jahrzehnten Abstand, nicht zu denken. Wenn solche Bagatell-Prozeduren in Fleisch und Blut übergegangen sind, dann ist umlernen sehr schwer…)
Die Drehrichtung des Schaltgriffes ist prinzipiell frei wählbar. Du müsstest dazu nur beide Seile vertauschen. Bei einem Schaltgriff der neuen Bauart sollte das machbar sein, ohne die Seile von der Seiltrommel abzulegen. Ich halt es aber für nicht sinnvoll, weil das Aufschalten nach vorn doch die intuitive Richtung ist. Eben das ist bei Shimano-Getrieben unlogisch. Bei den F&S-Schaltgriffen ist das doch genauso.
Bei einer schwergängigen Schaltleitung musst Du schon den Fehler suchen. Zieh die Schaltbox ab und bewege den Sechskantantrieb mit einem Schlüssel. Dreht die Schaltwelle dann sauber rastend leicht in beide Richtungen? Wenn das der Fall ist, dann liegt es an der Schaltleitung. Die klassische Ursache wäre, dass sie straff gespannt ist. Das ist bei dieser Doppeldrahtzugleitung aber nicht erforderlich und der Vergleich mit den Einfachleitungen von anderen Getrieben kann man das nicht vergleichen. Die Rastung der Fahrstufen erfolgt im Getriebe, nicht im Schaltgriff und so etwa fünf Millimeter Spiel sind völlig normal. Etwas mehr ist auch kein Problem. Nach Deiner Beschreibung dürfte genau das das Problem mit der schwergängigen Schaltleitung mit kaum spürbarer Rastung sein. War das schon im Lieferzustand so?