Das PrägeSchild ist für mich ein Zeichen dafür, dass dort mal wieder Geld in die Hand genommen investiert wurde. Also nicht auf Kosten des Kunden gespart wurde.
Meines Erachtens dient das hier investierte Geld doch hauptsächlich zur Erschließung eines bestimmen Käufertyps, der gesteigerten Wert auf optische Erscheinung legt und ggf. auch andere Brooks-Produkte wie beispielsweise Lenkerband oder Taschen nutzt bzw. zumindest kauft ("Hipster"). Insofern halte ich es eher für ein Mittel, den Umsatz zu steigern als dem Kunden mehr Wert zu geben. Schöner ist es natürlich schon, das ist keine Frage.
1998 habe ich mir mit Sicherheit absolut keine Gedanken darüber gemacht, ob ich zu einem bestimmten Käufertyp gehören würde. Ich wollte bzw brauchte einen Kernledersattel und Brooks waren damals die einzigen, die so etwas nach meinen Vorstellungen hergestellt haben.
Falls es denn überhaupt so etwas den typischen "Brooks Käufer" geben sollte, dann kauft der sich den hier viel empfohlenen "B17" (mit Stahlnieten) und macht damit Radreisen. Diese Käufer jetzt alle als "Hippster" zu diffamieren, ist für mich nicht nachvollziehbar.
Man könnte das Geld ja aber auch in eine funktionale Verbesserung fließen lassen, beispielsweise eine Verbesserung der Spanntechnik oder Schrauben statt Nieten usw. Dadurch würde aber wohl eher keine Umsatzsteigerung stattfinden (vermutlich sogar das Gegenteil).
Eine Verbesserung für den Kunden kann lt. BWL u.a. ein besseres Image sorgen und damit indirekt auch eine Umsatzsteigerung zur Folge haben. Von daher ist auch dieses Argument von Dir für mich nicht ganz nachvollziehbar.
Aber sei es drum... ich möchte deswegen mitnichten hier einen Disput austragen.
Viel Spaß noch hier.