Wir sind per Fahrrad in die Ukraine eingereist und per Bus wieder aus. Die Einreiseformalitäten dauerten (ohne Wartezeit) acht Stunden. Unsere Pässe wurden gleich mal weggetragen. Unsere Fahrradtaschen mussten komplett ausgeleert werden. Zu allem was drin war, mussten wir erklären, wozu wir das bräuchten. "Was ist das?" "Ein Pullover." "Wozu brauchen Sie das?" "Wenn es kalt wird." usw. Sie hatten extra einen Grenzer geholt, der englisch sprach.
Besonderes Interesse fand unsere überschaubare Reiseapotheke.
Schließlich sollten wir eine Devisenerklärung anfertigen. Ich fragte noch einmal nach: "Alles? Auch die Münzen?" Wir waren komplett die Donau runtergeradelt und hatten jede Menge aus allen möglichen Ländern an Klimpergeld dabei. Ich fing also an, das auf dem Tisch auszubreiten und es zu sortieren. Griwna wollten wir erst in der Ukraine tauschen. Nennenswert Bargeld gab es also nicht. Irgendwann hatten sie keine Geduld mehr und stempelten uns alles ab.
Ich bin sicher, dass sie auf eine "Gebühr" warteten. Aber in fremden Ländern ist das schwierig. Man kennt die Tarife und Sitten nicht.
Bei der Ausreise wurde im Bus gesammelt. "Jeder einen Euro". Man erklärte uns, wenn genug zusammenkäme, würde man ruckzuck abgefertigt. Sonst stehe man bis zu acht Stunden. Die waren im Fahrplan auch vorgesehen.
Die Abfertigung dauerte dann zum Entsetzen der Raucher nicht einmal eine Zigarettenlänge.