Was auch oft sinnvoll ist: Nur bis an die Grenze mit der Bahn fahren, über die Grenze radeln und dann von da weiter.
Das kann ich voll und ganz bestätigen. Wenn ich aus Tschechien oder Polen komme, mache ich das oft so. Und es gibt keinen Grund, warum das in Frankreich nicht auch gehen sollte.
Ach Leute. Ich weiß ja, dass Ihr's gut meint, aber bevor Ihr so schlaue Ratschläge gebt, informiert Euch doch mal bitte über die Lage. Warum das in Frankreich nicht gehen soll? Weil das französische Bahnnetz mit wenigen Ausnahmen voll und ganz auf Paris ausgerichtet ist. Und wenn wir von Bordeaux oder La Rochelle reden, ist Paris quasi ein Muss.
Und weil seit Dezember 2017 die TGV Est keine Fahrräder mehr mitnehmen. Keiner. Null. Nada. Nicht nach Luxemburg. Nicht nach Metz. Schon gar nicht nach Straßburg. Auch die Lyria Richtung Schweiz nicht mehr. So sieht's aus. Da, wo man für Paris-Straßburg bis letztes Jahr 1h40 gebraucht hat, sind es jetzt 6 bis 9 Stunden. Und der hier des Öfteren als Allheilmittel angepriesene Intercités 100% Éco fährt nur drei Mal die Woche, also garantiert nicht dann, wenn man ihn braucht, die Fahrzeiten sind so, dass man garantiert in Paris übernachten muss, und dann braucht er immer noch viereinhalb Stunden.
Seit Streichung der Nachtzüge, und bis letztes Jahr, konnte man Fahrten von Paris nach Deutschland bzw. umgekehrt wenigstens noch mit zwei, sagen wir mal großzügig, "Tagesrandverbindungen" (abends/morgens) organisieren. Ist jetzt auch hinfällig, Du musst auf jeden Fall einen ganzen Tag opfern, wenn es mit der Bahn gehen soll oder muss. Die von mir erwähnte Möglichkeit mit Maubeuge ist die letzte Möglichkeit, mit der ich Hildesheim-Paris wenigstens noch in einem Tag hinkriege. Was meint Ihr, warum ich dieses Jahr erstmals nicht zum Wintertreffen gekommen bin? Und auch nicht zum Sommertreffen, das diesmal in Frankreich war, aber eben im Elsass? Oder warum ich nach neun Jahren endlosen Verschlechterungen im Bahnverkehr die Arbeit an den Wiki-Seiten hingeschmissen habe?
Viele Grüße,
Stefan