Salut Dombybike,
Der Rahmen kam jetzt kürzlich beim Händler an, und zwar ziemlich verbogen. Der Rahmen war unverständlicherweise vom Rahmenbauer ohne Transportsicherung in Gabel und Hinterbau verschickt worden, der Hinterbau war auf ein Einbaumaß von 80 mm zusammengedrückt
Für einen Massrahmenbauer peinlich - und die Gabel ist i.O?
ein vorläufiger Vorschlag des Rahmenbauers war es, den Rahmen zu entlacken, den Hinterbau abzulöten und einen neuen Hinterbau anzulöten, um eben nicht den kompletten Rahmen neu bauen zu müssen.
Na super
Mich interessiert jetzt - unabhängig davon, dass ich in dem Fall in meinen Augen einen reparierten und keinen neuen Rahmen bekommen würde - in erster Linie, ob dieser Reperaturvorgang Einfluss auf die Haltbarkeit bzw. Belastbarkeit des Rahmens haben könnte.
Schließlich würden die Verbindungsstellen zwischen Hinterbau und Sitzrohr etc. nun insgesamt dreimal erhitzt. Und wie sieht es mit dem Entlacken und neu Lackieren aus? Hat das irgendeinen negativen Einfluss?
Klar, KANN man so machen - wäre für mich aber eher eine Lösung für Khartoum

oder so, falls Du dort Dein Rad z.B. nach einem Crash wieder flott kriegen musst.
Zumindest an der TL - Muffe muss man schon ganz ordentlich erhitzen, um das Rohr rauszukriegen. Noch problematischer ist das Sattelrohr: dass ist nämlich relativ dünnwandig. Das ohne Not 2x zusätzlich zu erhitzen finde ich für einen nagelneuen Rahmen ein NOGO

! Selbst wenn alles mit L-Ag 55 gelötet wurde (niedrigschmelzendes Silberlot).
Im Sinne Deines Gewährleistungsanspruchs halte ich es nicht für eine akzeptable "Nachbesserung" - würde ich so nicht akzeptieren.
Entlacken/Lackieren ist harmlos.