Hallo Blechroller,
vielen Dank für den launigen Bericht zur Reise mit eingebautem Teilfamilientreffen! Der Anlass war sicherlich ein Hinderungsgrund, andere Wege auszuloten. Ein paar Schmunzler kann ich gut nachempfinden (der Magen meldet sich, nachdem man die Bäckerein hinter sich gelassen hat), andere machen mich etwas ratlos.
Warum wolltest du Radwege mit Kies fahren, wenn dir am Renner so viel liegt? Auf Rennstrecken gibt es nun mal viele Autos - das ist dann auch weider nicht recht. Radtourenrouten sind nicht für Raserei gemacht (Kaffee in Österreich auch nicht

). Ein Mountainbike braucht es dafür aber auch nicht, normale Tourenreifen reichen. Auch Salzburg ist nicht Hektiker gemacht. Durch die Stadt kam ich selten schnell - zu viele Menschen, Japaner & Co. Außer bei Wolkenbruchregen wurde ich jedes mal abgelenkt, denn zu sehen gibt es viel, vor allem aber hat es Atmosphäre, Lebensqualität und der Österreicher kennt sogar das Wort "Gemütlichkeit". Mein Tipp wäre gewesen, nicht die Schnellroute zum Fuschl-See zu wählen. Es geht gewiss langsam durch die Stadt zur Salzach. Da du nicht vom Bahnhof kommen musst, ist es aber vielleicht noch einfacher. Dort fährt man flott auf Radweg die Salzach aufwärts (Mozart-Radweg), bei Glasenbach hügelig (Straße) hinüber Richtung Strubklamm, weiter zum Hintersee und von dort nach Fuschl. Mit deinem Leichtgewichstroller ein kleine Aufwärmübung - du sollst es nicht leichter haben als deine Tochter.

So gesehen hättest du auch statt Pötschenpass die Koppenhöhe fahren können - warum klagst du über Steigungswerte? Warum willst du Gewicht sparen - doch damit die Berge leichter fallen? Ich sehe da Widersprüche in der Sinngebung des Minimalismus, wenn man ihn nicht nutzt.
Demnächst also mit Zelt. Willkommen im Club! Aber ob das wirklich wegen der komplizierten Hotelfindung Anfang September nötig wurde? In der österreichischen Provinz? Vielleicht lag es doch eher am Smartphone?
