Du machst ja einen ganz schönen Aufwand. Solche Hauptuntersuchungen mit Sonderarbeiten kommen bei meiner Flotte sehr viel seltener vor.

Ich würde aber sagen, die Raussaugversuche sind das Problem. Stell Dir mal vor, dass die Nabe voller Einbauten ist, und überall kann das Öl haften. Es gibt praktisch keinen freien Raum, wie man sich den vielleicht in Form der Ölwanne eines Kolbentriebwerkes vorstellt. Das Getriebegehäuse läuft um, zusätzlich ist das Öl auch mit Spülöl gemischt eher dickflüssig und es ist auch zusammen mit dem Spülöl nicht viel mehr als ein doppelter Schnaps. Lass es mal ohne andere Sachen zu veranstalten frei ablaufen. Schraub dazu den Füllschlauch nur locker ein. Schließlich muss Luft nachströmen können. Mit einem fest eingeschraubten Füllstutzen kommt fast nichts raus.
Luft reindrücken, damit der Innendruck das Öl rausdrückt, klappt eben deswegen nicht, da das Öl eben erst zur Ablauföffnung laufen muss. Ich kriege übrigens jedesmal deutlich weniger raus und ich ziehe beim Fahren trotzdem keine Ölspur hinter mir her. Nur gelegentlich ist der Spannstab mal etwas ölig. Dann wische ich ihn vor dem Wiedereinbau einfach mit einem Putzlappen ab und die Sache ist wieder für lange Zeit erledigt.