Hallo Niko,
ja, ich meinte die Tour von Paul Graetz ab 1907-1909. Es gibt ein Buch über diese Reise, das neu aufgelegt wurde. Da müsste die Route so grob erkennbar sein.
Ich war meist zwischen November und Februar/März unterwegs, wenn in Deutschland eher Schmuddelwetter ist. Dann ist es im südlichen Afrika zwar in der Regel sehr heiß, aber damit kommt man (ich zumindest) klar.
Landkarten wirst Du in Afrika außer in Namibia und Südafrika nur schwer bekommen. Je nach Land gibt es oft sowieso nur ein oder zwei verschiedene. Wenn es verschiedene gibt, schaue ich mir die in einem Fachgeschäft für Landkarten an. Gute Erfahrungen habe ich mit den Karten von International Travel Maps aus Vancouver und denen von Reise KnowHow gemacht. 100% stimmen tut vermutlich eh keine. Da sind manchmal Straßen verzeichnet, die man mal geplant und dann nie gebaut hat, falsche Entfernungsangaben oder die Ortschaften in falscher Reihenfolge entlang der Strecke verzeichnet.
Was Malariaprophylaxe angeht, mache ich es von Reiseland und -zeit abhängig. In Namibia z.B. ist es kein Problem, notfalls ein Krankenhaus aufzusuchen, aber ich habe auch welche in Gambia, Kamerun, Sierra Leone und Uganda von innen gesehen. Zum Glück war ich kein Patient ...
Ganz schlecht ist es m.E., im Ernstfall Malariamedikamente ohne Diagnose auf Verdacht einzuwerfen. Nicht jedes Mittel, das als Prophylaxe geeignet ist, hilft auch zur akuten Behandlung und es gibt verschiedene Formen der Malaria, die auch spezielle Medikamente erfordern. Außerdem gibt es Krankheiten wie Gelbfieber, Dengue, Chikungunya und andere Sachen, die ein Laie nicht von einer Malaria unterscheiden kann. Der wirft sich dann die Malariatabletten in den Hals, schwächt wegen der erhöhten Dosis noch den Körper und lässt die eigentliche Krankheit unbehandelt.
Euer Plan, dann schnellstmöglich einen Arzt aufzusuchen, ist schon besser.
Gruß
Wolfgang