Nun ja, man kann sehr schmale Reifen abseits der Straße nicht mit breiteren Reifen vergleichen.
Der Pannenschutz liegt nun mal nur im Zentrum der Lauffläche. Dieses Zentrum ist bei schmaleren Reifen auch schmaler. Die Schultern sind ungeschützt. Auch sind die Schultern ungeschützter, weil bei schmaleren Reifen die Gummierung dort dünner ist.
Auch die Form des Reifens auf der Felge bestimmt, ob Fremdkörpern Schultern und Flanken des Reifens beschädigen können. Das sieht man gut im Vergleich zwischen teils pannenschutzlosen Cyclocrossreifen und schmalen Rennreifen auf der gleichen Felge mit vergleichbaren 60/67 TPI Karkassengewebe. Der Cyclocrossreifen bleibt im Gelände pannenfrei, fängt sich dabei eher auf der Straße einen Platten. Beim schmalen 23 mm Rennreifen ist es genau umgekehrt. Im ungünstigsten Fall bekommt man sogar einen kapitalen Schnitt durch die Karkasse (was aber auch auf der Straße mit Fremdkörpern/Unrat im Winter passieren kann).
Allerdings stellt man bereits bei real ca. 28 mm Rennreifen fest, dass diese kaum Probleme bei kurzen Offroadeinlagen und im Winter auf der Straße machen.
Einen kapitalen Schnitt wie bei diesem 23 mm Conti GP 4000 S an der Flanke (aber auch einem 24 mm Conti GP genau auf der Laufflächenschulter) hatte ich mit breiteren Conti GP 4000 S noch nicht:
Das bräunliche ist der Flicken mit dem ich den Reifen unterfüttert habe. Hier klafft der
Schnitt doch gewaltig:
Das Zentrum der Lauffläche ist beim Conti GP mit dem Poly-X Breaker genauso gut geschützt wie beim GP 4000 S. Der GP 4000 S nutzt eine Vectranlage wie der Conti Top Contact auch.
Wie unterschiedlich breit ein Pannenschutz ausfallen kann, siehst du hier:
(Wobei der Vittoria Pannenschutz trotz der wuchtigen Ausführung in der Mitte des Laufflächenzentrums messbar, wie in meiner Erfahrung schlechter ist.)
Conti GP 4000 S 23 mm, die Fusseln sind der Vectran Pannenschutz:
Vittoria Randonneur Cross Pro