Aus gesundheitlichen Gründen möchte ich mir ein Liegefahrrad zulegen. Als Ex-Rennfahrer sollte es schon etwas besseres sein, kein Profi-Gerät, aber eben doch ein Rad, das mit steigendem Können nicht schnell an seine Grenzen stößt. Mein Schwerpunkt wird dabei auf Fahrten über Landstraßen liegen, im flotten Reisetempo (ca. 30-40 km/h). Dabei sollte auch bei mehrstündigen Fahrten das Rad genug Komfort-Reserven bieten.
Da ich bisher vom Thema Liegefahrräder absolut keine Ahnung habe, habe ich ein wenig diverse Suchmaschinen gefüttert und auch einiges zum Thema gefunden.
Allerdings bleiben einige entscheidende Fragen offen:
1. Welche Vor- und Nachteile haben die beiden Lenkvarianten mit zentralem Lenkrad (ähnlich wie beim klassischen Rad oder Trike) und die seitlichen Lenkstangen? Rennräder haben häufig einen zentralen Lenker, während Tourenräder häufiger seitliche Lenker haben. Woran liegt das?
Wie schwer fällt die jeweilige Eingewöhnung beim Umstieg vom normalen Rad?
Kann man bei allen Liegerädern optional beide Lenkvarianten nachrüsten oder ist das nur bei bestimmten Modellen möglich?
2. Welche Liegeräder bzw. welche Hersteller sind empfehlenswert? Als Preisrahmen dachte ich an max. 3000,- EUR, lieber aber 2000-2500,- EUR.
Von den Rädern, die ich bisher im Internet finden konnte, gefielen mir besonders die Räder von HP Velotechnik (Streetmachine GT, Speedmachine) und das Optima Baron. Wie sind die Erfahrungen mit diesen Herstellern?
Welche Hersteller sind im Rennbereich etabliert?
3. Ebenfalls interessant finde ich das Tripendo Dreirad mit Neigelenkung. Leider konnte ich keine Preise und Erfahrungen damit finden. Kennt jemand das Rad aus eigener Erfahrung?
4. Gibt es Fachzeitschriften, in denen Liegefahrräder kompetent getestet werden?
Schon mal danke für Eure Antworten!
zu 1.
das ist eine aerodynamische Frage (oben ist schneller, unten langsamer) und eine Komfortfrage. (unten ist für manche bequemer) Mir liegt z.b. eher der obengelenkte Typ.
Um richtig sicher fahren zu können brauchst du etwa 100 km, dabei sind eher langsame Geschwindigkeiten ein Problem, also auf der Landstraße egal.
Zu 2.
Für deinen Eisatzzweck würde ich eher was Obengelenktes mit einer Sitzhöhe von ca 40 cm oder tiefer nehmen (Speedmachine, Baron, etc.) Das Baron findet sich bei der Liegerad WM auf den ersten Plätzen der Unverkleideten Klasse wieder, also ein richtiges Rennrad.
3. Das Tripendo ist halt recht schwer. Bergauf vergeht einem da der Spass.
4. leider Nein.
Ich fahre eine Speedmachine, weil man mit der auch radreisen (Thema dieses Forums

) unternehmen kann. Das Baron wäre noch einen tick schneller, ist aber nicht so bequem (Federung ! ).
Du schreibst "Aus gesundheitlichen Gründen". Welche Probleme hast du denn?
Ein Liegerad hilft gegen fast alles ausser Kniebeschwerden und mangelnde Kondition, denn treten muss man trotzdem noch
Probefahren ist bei einem Lieger noch viel wichtiger als bei einem Rennrad, deshalb schau doch mal zu einem
Händler .