Ich war von den Allroundeigenschaften meinen CX Comp auch sehr angetan.
6000 km hat er bei mir, jedoch ohne Gepäck, am Hinterrad gehalten.
Auf den letzten 1000 km nahm die Pannenhäufigkeit stark zu.

Auf Reisen wünsche ich mir jedoch sehr guten Pannenschutz.
Diesbezüglich ist der aktuelle CX-Comp besser geworden, aber sein Pannenschutz entspricht dem typischer Reifen von Mitte der 90er bis Anfang der 2000er.
Das war eine Zeit großen Flickens, obwohl ich man in der Zeit noch nicht so viel auf verdreckten und eher mir Scherben gespickten Radwegen fahren musste.

Vectran bzw. Nylon Pannenschutzlagen halten einfach etwas mehr ab, als 1 oder 2 Aramidlagen (auch als Kevlar bekannt).

Ich glaube die guten Vittoria Reisereifen haben sogar 3 Lagen Aramid und trotzdem sind sie pannenanfälliger als meine Conti GP 4000 S, Michelin Pro2race und meine Marathon Racer Performance wie Evo.
Im vergangenen Winter wollte ich einen Veloflex Rennreifen am Hinterrad runter fahren.
Er hat auch nur eine Kevlarlage wie der CX-Comp. Nach dem dritten Platten binnen 500 km habe ich es aufgegeben und wieder den GP 4000 S montiert, mit denen ich auf einigen zehntausenden Kilometern lediglich 3 Platten hatte.

Ich würde sehr gerne Semislicks (CX-Reifen) auf meinen Reiserädern einsetzen, aber warum verdammt noch mal spendiert man denen nicht mal den besten Pannenschutz (der nicht die Rolleigenschaften verschlechtert wie die Plus-Reifen)?

Die einzigen mir bekannten Crossreifen mit einem ganz guten Pannenschutz ist der Schwalbe Smart Sam und der Sammy Slick.
Beide haben dafür aber eine recht rutschige Gummimischung.
Allerdings ist Letzteres unter Reiseradbedingungen mit reichlich Last nicht so entscheidend.
Gepäcklos und mit leichtem Gepäck bin ich auf nasskalten Asphalt in schnell gefahrenen Kurvem teils in arge Schwierigkeiten gekommen.
Gleiches galt auch für die Vittoria Randonneur Pro wie den Randonneur Cross Pro.

Grüße
Andreas