Wenn Du Mitte/Ende Juni fährst kannst Du problemlos die ganze Nacht fahren weil es um diese Zeit ja praktisch keine Nacht gibt. Ich bin vor etlichen Jahren auch mit dem RR zum Nordkap gefahren und habe im Schnitt 300 km Abschnitte gemacht. Ich habe allerdings nicht im Zelt übernachtet - und weiter im Norden stellt sich die Suche nach Übernachtungsmöglichkeiten schon als Herausforderung dar. Wenn Du im Zelt übernachtest erübrigt sich diese Suche - allerdings musst Du halt Zeit für den Zeltaufbau/-abbau investieren.
Zu:
energiereiche, hochwertige Nahrung in Riegelform
Sich ausschließlich von solchen Zeug zu ernähren ist aus meiner Sicht eine denkbar schlechte Idee. Spätestens am dritten Tag kriegst Du den Dreck nicht mehr runter.
Zu:
einen ganzen Tag (oder noch länger) durchradeln und hätte so 600-700 KM mehr auf dem Tacho. Dann 1-2 Tage Pause, Landschaft genießen und dann der nächste Intervall
Das kann ich nicht empfehlen. Der Körper kommt komplett aus seinem Rhythmus und Du hängst sowohl an Deinem Ruhetag/en durch, als auch dann wenn Du wieder aufs Rad steigst. Besser ist es reduziert zu schlafen. Ich bin bei der Tour zum Nordkapp problemlos mit ca. 4-5 Stunden Schlaf ausgekommen. Schlaf an sich braucht aber - zumindest mein Körper. Auch bei PBP schlafen alle die ich kenne für eine kurze Zeit.
Letzter Tipp fürs RR: Langstreckentaugliche Bereifung montieren. Der raue Straßenbelag im Norden nagt unwahrscheinlich an den Reifen.