ich hab noch nie Probleme gehabt mit den Pumpen und hab mir so bisher auch noch nie Gedanken darüber gemacht. Ich fahr die Pumpe aber auch am Rahmen spazieren, außer wenn ich denke sie könnte geklaut werden. Ich weiß nicht wie ich die gegen Diebstahl sichern sollte. Aber eine zweite Pumpe mitnehmen, nein, irgendwas fällt einem schon ein. Man kann sich ja ehe nicht 100%ig absichern.
Ich fahre seit 10 Jahren mit der Luftpumpe am Rahmen rum, zu einem großen zeitlichen Anteil davon in Dresden. Die Pumpe selbst wurde nie geklaut, das komplette Rad hingegen einmal. Bewi 20-30€ pro Pumpe lohnt eine Sonderantiklauvorrichtung meines Erachtens nicht.
Pumpe wurde mir schon entwendet, wie auch andere verschiedene abnehmbare Teile (Tacho, Akkulampe, fast auch mal die Lenkertasche). Allerdings war das alles im Wilden Süden - nicht in Sachsen.

Grundsätzlich bin ich ein Anhänger davon, die abnehmbaren Teile übersichtlich zu halten. Je mehr Teile man Radreisesituationen abnehmen muss, desto schwieriger das Prozedere - etwa beim Hoteleinschecken, aber auch bei Fahrten mit Teilgepäck etwa vom Camping usw. Die Aufteilung der wichtigen Teile will also überlegt sein. (Leichtgewichtmini-)Luftpumpe, Ersatzschlauch, Werkzeug, Ladegerät sind daher immer in der Tasche, die fast immer am Rad ist, auch wenn das große Gepäck abgesattelt ist. Nur mit Lenkertasche ist immer heikel und mache ich nur bei ganz kurzen Wegen etwa Stadt/Stadtrand o.ä., nur bei lauen Sommerabenden (keine Regenjacke erfordlich usw.). Je mehr Einzelteile, desto leichter vergisst man etwas, lässt es liegen. Die Pumpe ist zudem in einer Schutztüte, weniger wegen natash's befürchtetem Auseinanderfallen der Pumpe, mehr wegen evtl. Verschmutzungen an der Pumpe, die nicht an die Kleidung kommen soll.
Außer Diebstahlgefahr besteht die Gefahr, dass sich die Pumpe aus der Befestigung löst. Das muss nicht die Erschütterung sein, kann auch durch eine ungünstige Bewegung mit Bein, Fuß, Hand passieren. Besonders gefährdet bei Einstiegsituationen in Bahnen etc. (Pumpe könnte ins Gleisbett fallen). Auch kann es passieren, dass ein Fremder gegen das Rad in Abwesenheit stößt, dabei die Pumpe runterfällt und man es selber nicht bemerkt. Je nachdem wo, sind zusätzliche Teile am Rahmen auch hinderlich für das Tragen des Rades. Schon die zweite Trinkflasche empfinde ich als grenzwertig, wenn man ein voll beladenes Reiserad Treppen rauf und runter tragen soll. Bei Reisen ist der Verlust der Pumpe auch weniger der materielle Schaden, als vielmehr der Ärger, den Ersatz zu organisieren (im Ausland nicht immer einfach). Kann leicht sein, dass man mehrere Tage oder auch Wochen riskant ohne Pumpe unterwegs ist, sofern man nicht ungünstige Umwege einbauen möchte, um an eine Ersatzpumpe zu gelangen.
Pumpe ist übrigens nicht gleich Pumpe: Im letzten Sommerurlaub wollte ich einem Montenegriner seinen platten Reifen aufpumpen (er schob sein Rad in der einsamen Bergwelt herunter). Das funktionierte trotz meiner Doppelventilfunktion nicht, weil der Ventilansatz seines Schlauches zu kurz war und meine Minipumpe das Ventil nicht "greifen" konnte (soweit noch auf der Felge). Es wäre z.B. auch denkbar, dass Ersatzschläuche in fernen Ländern einen zu kurzen Ventilansatz haben, sodass man ggf. besser mit einer ausgewachsenen Pumpe unterwegs sein sollte. Je spezieller also die Technik, desto weniger können andere auch helfen - sollte man zumindest bedenken, bevor man in die ganz weite Welt hinausradelt.
Zum Adapter für Sclaverand/Autoventil: Es ist Vorsicht geboten, insbesondere bei den modernen digitalen Luftbläsern. Man läuft sehr schnell Gefahr, das Sclaverandventile zu beschädigen. Ich habe auch schon erlebt, wie diese Geräte einen gefährlichen Überdruck einpumpen, den sie erst anschließend auf den eingestellten Wert reduzieren. Das kann den Schlauch auch mal überstrapazieren. Den Adapter habe ich daher auch schon lange nicht mehr benutzt. Sicherlich ist es auf Reisen etwas mühsam mit der Minipumpe, aber ich erreiche doch meistens den nötigen Druck. Fehlt bei der Reparatur die Kraft, pumpe ich auch mal später im ausgeruhten Zustand noch etwas nach. Hier in Stuttgart gibt es auch bereits Tankstellen mit kostenpflichtiger Luft. Atmen ist aber noch frei - sogar im Schwabenland.
