Hallo!
Traurig, das zu lesen!
Zu Falk: Es ist leider ganz leicht möglich, auf einem Berg zu verschwinden, besonders auf vergletscherten Bergen.
Zu Peters (Peter Lpz) Aussage: "Fakt ist aber auch, dass man nicht alles richtig gemacht hat, wenn man nicht heil vom Berg wieder runter kommt."
Ich verstehe, was du meinst und sehe das im Prinzip auch so. Ich würde es nur weniger pointiert ausdrücken.
Peter hat, soweit wir wissen, eine gefährliche Bergtour gemacht und ist nicht mehr davon zurück gekommen. Was passiert ist, wissen wir nicht und werden es vielleicht nie erfahren.
Wir übrig gebliebenen sollten uns, soweit wir selbst bergsteigen, fragen, ob und welche vermeidbaren Fehler er gemacht haben könnte -um sie selbst möglichst nicht zu machen. Peter helfen diese Überlegungen nicht mehr. Über Peters Begtour kann ich nicht urteilen, ich kenne sie nicht und auch nicht die Verhältnisse, die damals bestanden haben. Vielleicht hat ein eigener Fehler zum Tod geführt, vielleicht auch nur das unvermeidliche Restrisiko. Vielleicht aus beides.
Mein Vater, ein bald 91-jähriger, früher sehr aktiver und erfahrener Bergsteiger, sagt, "ein Bergsteiger, der alt wird, hat vor allem Glück gehabt". Das ist die eine Seite, fürchte ich. Die andere ist, dass die unterschiedlichen Bergsteiger das Glück (egal, ob auf leichten oder schwierigen Touren) höchst unterschiedlich beanspruchen. Ohne einem gewissen Rest-Glück, entsprechend dem Restrisiko würde ich auch schon lange nicht mehr leben. Und die wirklich gefährlichen Situationen habe ich meistens dort erlebt, wo ich ziemlich wenig riskiert habe.
Das auf der Sachebene.
Auf der persönlichen Ebene möchte ich schreiben, dass mich sein wahrscheinlicher Tod traurig macht. Ich habe Peter nur durch seine Beiträge im Forum kennen gelernt, nie persönlich, leider. Für mich hat er wie jemand gewirkt, der in keinen Durchschnittsraster passt. Das trifft wahrscheinlich auf die meisten in unserem Forum zu, bei Peter wird es nur, meine ich, stärker ausgeprägt gewesen sein. Er wirkt auf mich wie einer, der weiß, dass er überdurchschnittlich viel leisten kann und der damit Reisen macht, die das Übliche sprengen. Ich habe seine Berichte genossen. Seine Touren hätte ich selbst nie gemacht.
Was nichts an meiner Trauer um ihn ändert.
lg!
georg