Moin Allerseits!
Oh je, da habe ich ja ´ne Diskussion ausgelöst
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Halb so wild, das sind doch immer die üblichen Verdächtigen. Wir sind irgendwie so ein Bisschen wie Statler und Waldorf, nur mehr Leute...
Unsere langjährigen Radreise-Erfahrungen, insbesondere auf unserer einjährigen Radtour in Südostasien + Südwest-China und Südamerika (und gerade erst in Myanmar) gesammelt, haben uns vor Augen geführt, wie schwer es ist, Ersatzteile für 28er Räder zu bekommen. Das ist das Hauptargument.
Das sollte sich aber im Zuge des weltweiten 29er-Hypes deutlich bessern, denke ich. Das sind ja auch alles 622er-Teile. Mir würde jetzt sowieso ausser eben den Felgen, der Gabel und dem Rahmen nichts einfallen, was 622er-spezifisch wäre. OK, vielleicht noch einige Anbauteile wie der Gepäckträger, aber da sollten sich ja Lösungen finden lassen, wenn mal was kaputt geht.
Desweiteren fühlte ich mich auf arg schlechten Straßen unstabil/wackelig auf dem recht "großen" Rad.
Echt? Mir geht es genau anders herum: eben weil 622er nicht so weit in Schlaglöcher und Unebenheiten einsacken finde ich, dass man mit denen komfortabler und stabiler fährt. 559er-Reise- oder -Alltagsrad bin ich nie länger gefahren, aber beim MTB finde ich das 622er deutlich komfortabler und entspannter zu fahren.
Und die Höhe des Sattels über dem Boden unterscheiden sich bei 622ern und 559ern nicht großartig, daran kann es also nicht liegen.
Stärkstes Gegenargument ist, dass auf guten Straßen das Patria Ranger ein fantastischer "Roller" ist.
Das ist das zweite Argument neben dem sichereren Fahren im Gelände, weswegen ich persönlich nie mehr ein 559er fahren wollte.
Und trotz Ersatzteilnot in fernen Ländern hat sich immer eine Lösung ergeben...
Schöne Grüße,
Mo.
Das denke ich auch. Mit dem heutigen Material kann man auch hoch belast- und haltbare 622er-Laufräder bauen, und der Rest unterscheidet sich nicht großartig von der Stabilität.
Und um nochmal die Größenverhältnisse darzustellen: das folgende ist ein Foto meines dreiviertel-fertigen Alltagsrades, an dem ich Schutzbleche, Gepäckträger und Beleuchtung noch nicht montiert hatte:
Ich fahre die gleiche Rahmenhöhe wie Du. Auch wenn man es nicht glaubt: es sind 622er-Laufräder. Würdest Du wirklich kleinere Laufräder haben wollen? Ich nicht. Es fährt sich nicht gut, ich habe es ausprobiert. Und es sieht besch...eiden aus.
Sagte ich heute übrigens schon, dass ich mit 622er-Laufrädern noch keinerlei Probleme wie Speichenrisse hatte? Obwohl ich mit selber knapp 100 kg, Gepäck und unserem einen Junior im FollowMe über Vorpommersche NVA-Pisten geholpert bin. Ich hätte da keinerlei Bedenken wegen der Haltbarkeit, wenn die Laufräder ordentlich gebaut sind (Die Laufräder an dem Rad oben habe ich übrigens selber gebaut. Wenn also ein Amateur wie ich es schafft, haltbare 622er-Laufräder zu bauen, dann sollte das ein Profi noch um einiges besser können, wenn Du die LR nicht selber bauen willst).