Notnagel würde ich nicht unbedingt sagen, obwohl ich bei meinen Radreisen bisher nur zweimal Nachtzüge genommen habe. Ich kann halt im Liegewagen schlecht pennen, und meine biologische Uhr ist auch nicht auf frühes Zubettgehen eingestellt (und wenn dann noch der für mich relevante CityNightLine Berlin-Paris den Bistro- bzw. Speisewagen abgeschafft hat und ich dann für meinen Geschmack viel zu früh auf die Pritsche muß...). Dazu kommt, daß ich mich sehr gut mit der Variante "Fahrrad teildemontiert und verpackt transportieren" angefreundet habe, da bin ich, anders als die meisten Radreisenden, für die das keine echte Alternative darstellt, nicht auf Nachtzüge angewiesen (unverpackt sind Nachtzüge ja tatsächlich für weite Strecken oft die einzige Möglichkeit).
Wenn ich nicht regelmäßig die Hin- und Rückfahrten nach und von meinem bevorzugten Radreiserevier Frankreich/Spanien auf zwei Tage aufteilen und mit einem Kurzbesuch und einer Übernachtung bei meinen Eltern in Stuttgart verbinden würde, würde ich natürlich auch häufiger Nachtzüge einplanen, denn mit reinen Tagesverbindungen sind natürlich Strecken wie (wenn ich mal nur die Rückfahrten von diesem Jahr nehme) Perpignan-Dresden und Bilbao-Dresden nicht machbar. Nachtzüge sind bei meinen Planungen aber nie völlig außen vor; vielleicht mache ich davon nächstes Jahr mal wieder Gebrauch, wenn es wohl wieder nach Südwesteuropa geht.