Standortbezogene Dienste sind einerseits ein alter Hut. Neu ist daran nur, dass dies als allerneuester Hit verkauft wird. Gern mit Online-Datenverbindung zum Wohle der notleidenden Provider. Da wir hier in einem Radreiseforum sind: Für mich sind alle Apps, Programme, Anwendungen und Dienste, die nur mit einer Datenverbindung funktionieren völlig uninteressant. In Deutschland sind Datenverbindungen teuer, im Ausland - mit gleichem Vertrag - unbezahlbar, ausgenommen man wechselt auf eine eine örtliche Prepaid-Karte. Was ich gerne nutze, ist Standard bei Windows Mobile-PDA/Smartphones seit Jahren: Den eingebauten GPS-Chip und gelegentlich WLAN. Dazu eine brauchbare Autonavi-Software. Nach meiner Erfahrung vorzugsweise TomTom 7. Vor der Reise spiele ich eventuell die fehlenden POI auf und bin unterwegs schnell dort: Campingplätze aus dem
Archie-Campingplatzverzeichnis oder von nationalen Campingverbänden, Geldautomaten, Bahnhöfe, Touristinfos, Badestellen, Hostels, Schweden-ICA-Märkte u.s.w. - alles simpel zu integrieren. (Mit Archies Campingverzeichnis wären auch fast alle Campingplätze der Lausitz routingfähig in TomTom zu finden gewesen. Fahrradwerkstätten stehen allerdings nur in der Opencyclemap zur Verfügung, wozu Raster-Kartenanzeiger installiert sind. Im Ausland suche ich mir vorab Adressen einiger Fahrradgeschäfte und trage diese manuell in TomTom ein.) Wetterradar, Wettervorhersage, Bahnfahrplan u.a. "Apps" gibts auch seit Jahrzehnten für Windows Mobile, werden aber von mir nur bei vorhandenem WLAN-Zugang benutzt. Wie das Wetter wird, schauen wir uns beim täglichen Einkauf in der örtlichen Zeitung an.
Ob sich das "schnell durchsetzen" wird, möchte ich bezweifeln. Die Technik braucht Zeit, Geld, Verständnis und unterwegs viel Energie. Es ist eine schöne Erleichterung, kein Muss.