Kommt drauf an, wo deine Ängste sind. Kulturschock? Überfallen werden? Ein technisches Problem und keine Lösung in Sicht? Einsamkeit? Den Fahrradreiserhythmus hat man nach ein paar Wochen drin (2 oder so).
Eine Realität mit der man sich abfinden muss ist, daß es nur noch wenig Neuland zu entdecken gibt. Egal wo man hinkommt, sind schon viele Touristen vor einem da gewesen, heutzutage auch auf Fahrrädern. Eine andere ist, du bist als Westler/Europäer immer reich (auch als armer Student).
Meiner Meinung nach hängt der Spaß an der Sache hauptsächlich davon ab, daß man Orte besucht/Routen fährt die einen wirklich interessieren. Sich Ziele setzen ist auch nicht verkehrt. Irgendwann brauchst du auch mal ne längere Pause um das Gesehene und Erlebte zu verdauen, sonst fährst du rum wie ein Zombie - getrieben, immer nur von einem Ort zum ohne zu geniessen und mit der Umwelt zu interagieren. Von dem her ist eine globale Tour im Sinne einer ununterbrochenen Weltreise mental schon ein großes Unterfangen.
Frage ist auch willst du es um deines eigenen Erlebens willen machen, oder damit du sagen kannst du bist mit dem Rad einmal um die Welt gefahren? Vergiß Letzteres, es wird dich wahrscheinlich nicht glücklich machen wenn das der einzige Grund ist. Eine Weltreise kann man planen, aber im Prinzip entwickelt sie sich.
Andererseits wächst man rein und es ist nur eine Frage des Geldes und der Gesundheit. Rad geht kaputt oder wird gestohlen - kaufste ein neues. Du brauchst ne Auszeit? Kein Problem, hängste ein paar Monate irgendwo ab oder gehst ne Weile auf Heimaturlaub.