Rom, Palermo und Milano sind prinzipiell genauso, eigentlich fast jede Stadt.
Man sollte das italienische urbane Flair inklusive dekoratives Großpflaster eben schätzen, wenn man in Italien Städte beradelt.
Ansonsten vielleicht nach Wiesbaden oder Bad Bevensen zur Kur, da is immer aufgeräumt.
Zu Neapel: Der Großraum Neapel rundum 60-100 km ist für Radfahrer eine einzige wahnwitzige Verkehrskatastrophe der schrecklichen Pflasterpisten, fehlenden oder verdrehten Wegweiser und eines allzeit flächendeckend reissenden Verkehrstroms in der Hitze.
Neapel Stadt selbst habe ich umfahren, ohne aber wirklich irgendwo auf dem Land gelandet zu sein. Ist da rundherum verstädtert ohne Infrastruktur für Räder.
Habe mich jedoch immer sicher gefühlt und das Radel zum Eisholen auch in der Stadt (es gibt da in der Agglomeration schon sehr denkwürdige Orte mit kilometermeterlangen Chinesenstraßen und allem) nie abgeschlossen.
Ob ichs in Neapel gemacht hätte?
Die Polizeipräsenz in Touristenorten ist sehr hoch.
War u.a. in Caserta. Betrachte z.B. diese Stadt bis 23.00 Uhr als völlig unproblematisch und sicher.
Zuvor war ich in den verkehrlich einfacher zu fassenden Städten Kalabriens Reggio, Cosenza und Catanzaro (eine echte Verkehrskatastrophe auch).
Entgegen ersten Befürchtungen habe ich mich auch dort niemals unsicher gefühlt, auch in der Peripherie nicht.
Ich bin auch im Stammgebiet der N'Drangheta geradelt tagelang und es gab keinen Anlaß zur Sorge, außer immer genügend Trinken zu finden.
Man kann es so sehen: Als Reiseradler gilt man beim gemeinem Volk im Mezzogiorno als beknackt und abgebrannt. Nicht lohnend. Die haben alle mehr im Sack als ich.
Die Mafia beklaut keine Touristen. Die führen Hotels. War mehrmals Gast.
Es war schön
