Hallo Bernd,

ich bin der Autor von Masuren per Rad. Da der R1 ausschließlich reguläre Straßen nutzt, ist er zu etwa 98 % gut asphaltiert, und ihr braucht wirklich kein Geländerad. Wenn du dir die Etappen im Buch anschaust (Etappen 21 - 34), siehst im Etappenkopf hinter der km-Angabe meist ein A, was für gute Wegbeschaffenheit steht. Lediglich Etappe 23 ist A/b, da hier ein Teil über Feldwege verläuft. Wenn du bei Etappe 27 dem R1 nach Bydgoscsz folgst (was ich fürs Buch aber nicht übernommen habe, weil es umwegig ist und Bydgoscsz kein Muss) kommt weiterer Feldweg dazu.

Ich bin den R1 im letzten Jahr erneut gefahren, die Beschilderung ist jetzt noch besser geworden. Dennoch gibt es einen generellen Schwachpunkt, den ich dem R1-Koordinator Georg Marquardt auch schon zu Bedenken gegeben habe: Die normalen neutralen R1-Wegweiser sind nicht immer zweifelsfrei. Wenn sie bei Ortsdurchfahrten an Kreuzungen unglücklich angebracht sind, weiß man manchmal nicht, in welche Richtung sie weisen: Nach "Deutschland" oder nach "Russland"? Das könnte man durch eine zusätzliche Markierung leicht ändern. Liegt aber leider nicht in meinem Ermessen.

Noch ein Wort zum R1: Obwohl sehr viel konsequenter und zeitlich früher beschildert als in D wird er von der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen. Es gibt keine Dokumentation, und selbst in Polen muss man die Leute mit der Nase drauf stuken. Ich fand das jammerschade. Die ganze Mühe, die sich der PTTK gegeben hatte, und dann kommt niemand. Deshalb hatte ich kurzerhand den R1 seinerzeit bei Masuren integriert, um ihm ein bisschen auf die Beine zu helfen. Zumindest bis bikeline nachzieht.