In den guten alten Zeiten, als das Wünschen noch geholfen hat, die Brötchen um die Ecke produziert wurden, die Welt südlich der Alpen und nördlich von Dänemark zuende war, als man noch den Politikern vertrauen konnte, als man noch habhafte Briefe auf echtem Papier schrieb, als das Geld bei der Bank noch sicher war und man mit den Hühnern aufstand und zu Bett ging, da, ja da gab es noch keine Fahrräder. Es gab zwar Menschen, die versuchten, sowas zu bauen/haben/reparieren, aber weil die Geräte ständig wegen zu loser Schrauben auseinanderfielen oder wegen zu fest angezogener Schrauben kaputt waren, hat man das Thema nicht weiterverfolgt. Man stand, wollte man sich umweltbewußt fortbewegen (ja, sowas gabs damals schon - Umwelt meine ich, nicht Bewußtsein) vor dem Abgrund. Heute sind wir einen bedeutenden Schritt weiter. Es gibt Drehmomentschlüssel. Jetzt kann jeder jede Schraube richtig festschrauben. Nachfestkommtab gibt´s nicht mehr. Worohekräftesinnloswalten auch nicht. Nur dumm, wenn die hochsensiblen Geräte mal versagen. Dann dreht einer die 2,5 mm Madenimbus vom Bremsgriff mit bis zur körperlichen Erschöpfung rein und merkt erst, wenn er samt dem Bremsgriff in Australien angekommen ist, daß da etwas nicht stimmt. O tempores! O mores! Wie haben wir es doch soweit gebracht!
Andreas