noch nie erlebt, dass Autofahrer, die beim Überholen Radfahrer bis auf Handrechweite nahekommen, jemals belangt worden sind. Irgendwie fällt mir die Verhältnismäßigkeit der Mittel ein.
...
Einfach an den Straßenrand stellen und den zu dicht überholenden Autofahrer rausziehen und belehren.
Ich glaub das ist schwer umzusetzen.
Mal ausserhalb der Grossen Städte... auf vielbefahrenen Bundesstrassen kommt vielleicht alle 30 min. ein Radler lang.
Und wenn dann gerade nicht an der Stelle wo die Beamten stehen zu knapp überholt wird stehen die am Ende den ganzen Tag herum ohne einen einzigen Vorfall zu beobachten.
Wenn überhaupt wäre es eher sinnvoll das die Polizei auf Rädern fährt um zu nah überholt zu werden.
Mit dem Streifenwagen hinterm Rad herzufahren würde ja auch nicht funktionieren.
Als Autofahrer kann man wenigstens die auf der vollen Strasse zu knapp überholenden Autos die dadurch auch knapp in den Gegenverkehr kommen anhupen bzw. theoretisch wegen Verkehrsgefährdung anzeigen und natürlich mit gutem Vorbild vorangehen (was u.U. heisst 1km mit Schritttempo den Berg hoch).
Wenn ich mal im Auto sitze...
Aber im grossen und ganzen muss man sagen das Auto und Rad nicht zusammenpasst.
Auch bei der Bahn ist es so das tagsüber der Personenverkehr rollt und Nachts der langsamere Güterverkehr.
Die unterschiedlichen Geschwindigkeiten sind nunmal für beide Seiten ein Problem, bei beiden schwellt der Adrenalinspiegel nach oben und ich glaube es bräuchte nicht viele mutige Fahradfahrer um den Verkehr sehr stark zu bremsen wenn sich alle an die StVo halten.
Viele Strassen sind so eng aber dichtbefahren das es praktisch zum Autoverkehrskollaps kommen würde wenn ein paar wenige Radfahrer sich auf die Strassen trauen würden und die Autos tatsächlich nur mit ausreichend Sicherheitsabstand überholen würden.
Trotz allem sind Radwege oft keine Alternative wenn man das Rad zur Fortbewegung braucht und sich kein Auto leisten kann.
Doppelte Strecken und vor allem Höhenmeter sind mit dem ohnehin schon langsameren Fahrrad nicht drin um z.B. zur Arbeit zu kommen.
Dabei sind Alternativen (ÖPNV) oft einfach nicht vernünftig da.
Zu flexiblen Arbeitslosenzeiten schon noch, aber zur Arbeits An&Abreisezeiten ebend nicht.
Ich fänd es gut wenn alle rückgebauten Bahnstrecken zu Radwegen werden würden. Die sind gerade und wo keine Bahnstrecke mehr ist gibt es ja oft keine Auto-Alternative.