Ein Zimmer wird man aber immer irgendwo finden, denke ich.
Mit Blick auf eure Tageskilometer und den durchaus vielen Höhenmetern, die man bewältigen muss: Ja, wenn du morgens online schaust, wo was geöffnet hat und eines buchst. Es gibt in der Provence sehr dünn besiedelte Ecken mit erstaunlich wenig touristischer Infrastruktur in den Orten. Da kann es passieren, dass man abends in einem Ort mit drei Hotels steht, von denen zwei schon in Winterpause sind und eines voll ausgebucht. Wenn man nicht in einem der geschlossenen Hotels Mitleid mit uns gehabt hätte, hätten wir nach einem langen Tag und zwei erfolglos durchfahrenen Orten bei einbrechender Dunkelheit über 30 km weiter radeln müssen, ohne zu wissen, ob und wo es dort ein freies Zimmer für uns gibt. Das einzige geöffnete Restaurant im Ort war zudem durch eine geschlossene Gesellschaft belegt, im Hotel machte uns die Seniorchefin zum Glück eine kalte Platte. So erlebt Mitte Oktober zwischen Verdon und Durance.
Auch die zwei Tage vorher war es nicht wirklich einfach abends eine Unterkunft zu finden. Der Neugier halber habe ich eben mal online für Mitte Oktober in ein paar Orten unserer damaligen Tour nachgeschaut: Das sieht auch 2022 nicht viel anders aus, als in der Zeit vor dem mobilen Internet.
Der Vorteil dieser Reisezeit: Uns sind auf der Südseite des Verdons ab Comps-sur-Artuby bis Les Salles keine 20 Kfz begegnet.
Gruß
Uli