Das was bei "Weg" groupiert wird, ist genau das wovon ich sprach. Da geht es um die Widmung/Nutzung des Weges. Muss mich nur in einem Punkt korrigieren: "residential" sind die Anwohnerstraßen, das ist nochmal was anderes als "unclassified". Track grade 1 bis 4 (?) groupiert Wander-/Fußwege, von "Waldautobahn" bis quasi bestenfalls markierte Wandermöglichkeit über/durch Wiese/Geröllfeld/..., so in der Art, "path" ist "Trampelpfad", footway ist ein (nicht straßenbegleitender) Blaulolliweg, living_street ist verkehrsberuhigter Bereich,...
Material ist eigentlich selbsterklärend.
Beschaffenheit stuft den Zustand ab. Z.B. gibts asphaltierte oder betonierte Straßen, die schlimmer verschlaglocht sind als Schotter oder so. Wenn ich ein Brouterprofil schreiben würde, dann ist die Beschaffenheit nicht allein zu betrachten, sondern immer als Ergänzung (Ab-, selten Aufwertung) der ersten beiden Mappingeigenschaften. Wenn hier Angaben fehlen, ist das meist nicht schlimm, weil man da von "normal"="nicht erwähnenswert" ausgehen kann.
Das Mappen bei OSM ist ne Wissenschaft für sich, bin da mit dem status quo auch nicht zufrieden. Wenn ich mir vom weißen Blatt Papier aus ein Konzept überlegen sollen müsste, würde ich das anders angehen. Aber so laufen OS-Projekte halt. Das gibts keinen Industriestandard, kein Normierungsgremium. Neue Mappingstandards werden nur per Mailingliste oder irgendwelchen Mappertreffen etabliert. Aber letztlich zählt da auch, was der Mapper vor Ort entscheidet. Und der Bestandsschutz ist recht konsequent. "Was wir schon immer so gemacht haben", bleibt so, selbst wenn nach Hinzunahme neuer Erfassungsobjekte eine Änderung der alten Erfassungspraxis sinnvoller wäre.