Elberadweg bis Hamburg hört sich gut an, falls das Zeitbudget das hergibt. Von dort in den Süden möchte ich noch zwei weitere Möglichkeiten ins Gespräch bringen:
1.) Leine-Heide-Radweg von Hamburg durch die Lüneburger Heide und weiter über Hannover bis etwa Göttingen. Von Göttingen ist man schnell in Nordhessen, z.B. Bad Karlshafen, und kann das sehr gut ausgebaute hessische Radfernwegenetz gen Süden nutzen. In Bad Karlshafen startet der R4, der allerdings recht weit östlich über den Vogelsberg verläuft. Meines Wissens gibt es auch noch eine westlichere Nord-Süd-Verbindung, die ich jedoch noch nicht gefahren bin. Diese sollte eigentlich Anschluss an den Lahnradweg in Richtung Koblenz haben.
2.) Radfernweg Hamburg-Bremen, Brückenradweg Bremen-Osnabrück, Friedensroute Osnabrück-Münster. Von Brückenradweg und Friedensroute gibt es jeweils eine Ost- und eine Westroute, wobei die Friedensroute recht viele der berüchtigten touristischen Schlenker mitnimmt. Ab Münster kann man sich über die zahlreichen Radrouten des Münsterlandes nach Süden durchschlagen; eine Möglichkeit ist der Dortmund-Ems-Kanal-Radweg. Ab etwa Datteln kann man sich entweder am Wesel-Datteln-Kanal (Römer-Lippe-Route) oder am Rhein-Herne-Kanal orientieren und erreicht bei Wesel bzw. Duisburg den Rhein. Diesem folgt man dann aufwärts wahlweise auf der linken oder rechten Seite bis Koblenz.
Die vielen Großstädte auf der Variante 2 hören sich für den Themenersteller wahrscheinlich abschreckend an, aber die genannten Routen führen zumeist auf ruhigen, grünen Wegen hindurch. Einzig auf dem Rheinradweg gibt es mehrere unvermeidliche Umfahrungen von Industriegebieten, die man durch geschickte Kombination von linkem und rechtem Ufer zumindest teilweise reduzieren kann. Dafür weist die Variante 2 kaum Steigungen auf; lediglich der Teutoburger Wald ist in Höhe von Osnabrück zu überqueren. Dagegen ist die Variante 1 vor allem im hessischen Teil recht hügelig.
Gruß von einer Zwischenstation der Variante 2
Carsten