Tag 2:
Kronach – Irmelshausen
Länge circa 140 kmMorgens kann ich heute noch etwas ausschlafen. Kein Zelt abbauen, kein Frühstück machen etc. Einfach Taschen packen, Frühstücken gehen und auf den Sattel setzen. Was für ein Luxus und dass nach der ersten Nacht der Tour. Gemütlich und ausgiebig frühstücke ich noch und nutze den Aufbruch noch, um mir die Festung bei Tag und schönstem Wetter anzuschauen. Imposant.

Ausblick vom Zimmer

Jugendherberge inside

Morgendlicher Downhill von der Festung

Kronach Altstadt

Brunnen zu Ehren der Frauen
Da ich gestern circa 10 km weiter südlich gefahren bin, als die eigentliche Route geht, muss ich jetzt erst mal wieder zurück radeln. Allerdings nutze ich hier gleich die kürzere Verbindung über Gehülz und Mitwitz und komme beim geschleiften Dorf Liebau wieder zurück auf den Grenzweg. Von den geschleiften Dörfern gibt es gerade entlang der thüringischen Grenze sehr viele. Dies sind Dörfer die im Rahmen die Aktion Ungeziefer umgesiedelt wurden und dann dem Erdboden gleichgemacht wurden.
Nähere Informationen dazu unter:
http://www.grenzerinnerungen.de/aktion-ungezieferVon da aus geht es weiter Richtung Sonneberg. Ein Ort den ich in leidvoller Erinnerung noch habe. Hier durften wir Verwandte zu DDR Zeiten nicht besuchen, da dieser Ort im Sperrgebiet lag und man zum Eintritt eine Genehmigung brauchte. Weiter über Neustadt und Rödental geht es Richtung Weißenbrunn.

Bei Oberwohlsbach

Froschgrundsee bei Weißenbrunn
In der Regel geht es wie so oft entlang von kleinen Nebenstraßen durch kleine Dörfer, mal durch Wald, mal durch Feld, mal hoch, mal runter auf allen möglichen Fahrbahnbelägen dahin. Es ist abwechselnd, man trifft kaum Leute und ab und an muss man schon mal schauen, das man auch was zum Einkaufen bekommt.


Impressionen am Wegesrand
Nach jeder Menge Kilometern und der Pause taucht am Horizont eine markante Burg auf. Heldburg, der gleichnamige Ort, liegt mit seiner Burg vor mir.


Forstamt in Heldburg
Nach Heldburg macht die Tour einen kleinen Schlenker nach Bad Colberg. Diesen kleinen Umweg erspare ich mir und fahre direkt über Einöd weiter nach Lindenau und in Richtung Hellingen.
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ehem. Grenzübergang bei Rieth
Von Hellingen geht es vorbei an Rieth Sternberg nach Alsleben. Bevor ich jedoch Alsleben erreiche, mache ich einen kleinen Umweg über den ehem Wachturm bei Gompertshausen und einem direkt an der Grenze stehenden Mahmal.


Wachturm

Ausblick unterhalb des Wachturms.

Mahnmal an der Grenze
Gleich nach dem Mahnmal passiert man die Quelle der fränkischen Saale.


Es folgen die letzten Kilometer über Alsleben, Herbstadt nach Irmelshausen, dem heutigen Etappenziel. Ein Campingplatz wunderschön am See gelegen, sollte heute den Abschluss bilden. Platz gab es genug, die Pizza am Platz war lecker und nach einem langen Radeltag ging es dann recht schnell in den Schlafsack.

Wasserschloss in Irmelshausen