Einen Einradhänger an der Sattelstütze anzukuppeln ist aus mehreren Gründen richtig:
1.) Der Schwerpunkt des beladenen Anhängers rückt so nahe an die Verbindungslinie zwischen Kupplung und Reifenaufstandspunkt. Und je näher er an dieser Linie liegt, desto geringer ist sind die Biegemomente sowohl auf den Anhängerrahmen als auch auf den Fahrradrahmen.
2.) Der Drehpunkt bei der Knickung des Gespanns (Kurvenfahrt) liegt so an oder vor der Hinterachse, wo er auch hingehört (siehe Sattelschlepper). Liegt er hinter dem Fahrrad, wie bei den üblichen Einrad-Gepäckanhängern, lenkt der Hänger bei Kurven immer zunächst mal in die falsche Richtung (was beim Gepäckanhänger zwar nicht weiter stört, deshalb aber noch lange nicht richtig ist).
Den KoloFogo finde ich vom Prinzip her interessant, aber die Ausführung bereitet mir Bauchschmerzen. Da ist erstens diese völlig unnötige Schweißorgie vorne an der Kupplung (Foto 26). Das Teil hätte man problemlos auch aus dem Vollen fräsen und dabei auch besser, belastungsgerechter gestalten können. Und zweitens ist da die Verbindung zwischen Deichsel und Schiebebügel, die ich für arg optimistisch halte (Fotos 24 und 25). Die Klemmung, durch Verformung des (Stahl?)-Vierkantrohrs über den Exzenter, muß groß genug sein, daß da am Schiebebügel (Alu?) nix verrutscht, im Alubügel ist jede Menge Torsion, im Vierkantrohr Biegung, das Vierkantrohr ist geschwächt durch die senkrechte Bohrung und durch die bereits vorhandene Spannung aufgrund des Exzenters ... Das käme mir alles nicht in die Tüte, ganz gleich was da an Prüfsiegeln draufpappt.