Hallo Camino-Freunde,
es ist zwar schon einiges über den Pilgerweg geschrieben worden, dennoch glaube ich, sollte ich noch etwas zusätzlich sagen. Ich bin Ende Mai 2001 über Madrid nach Bilbao geflogen. Weils an diesem Tag halt das Billigste war. Von dort über Vittoria nach Pamplona, weil ich mir auf dem Weg überlegt habe, dass nur der Pilgerpass aus Pamplona so ein richtiges Original ist. Hab in der Kirche dort auch einen erhalten nachdem ich einen Pilger aus Leipzig fragte, wo. Dann gleich weiter auf dem "normalen" Pilgerweg. Überall supernette Leute. Ein Polizist, der mit mir in Burgos mehrere Straßen lief, damit ich die "richtige" Straße finde, um auf dem Pilgerweg weiter zu fahren. Frauen, die mich in der "Bar", wo ich Wasser kaufte ,die erbetenen Zitronen (vom Baum) nicht zahlen ließen. Im Supermarkt bekam ich während des Wartens von der Kassiererin eine Riesenhand voll Kirschen in die Hände gedrückt und hatte danach den Eindruck, dass das gekaufte Käsebrot extrem billig war. Ausschließlich nur positive Erlebnisse! In Compostela zahlte sich der Pilgerpasse in Geld aus. Ich hatte ihn überall abstempeln lassen und im Pilgerbüro eine Pilgerurkunde erhalten. Damit konnte ich am Flughafen für den Flug nach Düsseldorf einschließlich Radtransport ca. 150,-- DM sparen. Ohne wärs teurer gewesen.
Ich will versuchen, nächstes, aber spätestens übernächstes Jahr erneut nach Santiage zu fahren. Diesmal am Meer der Biskaya entlang und durch die Picos de Europe . Wer hat Lust mit einem 64jährigen ca 100 KM pro Tag zu radeln?
Nochmal zum Thema: Bei den Möglichkeiten, das Rad im Flieger mitzunehmen würde ich keinen Versand riskieren. Nötigenfalls in der Stadt vor dem Rückflug ein bisserl Bläschenfolie besorgen. Dann Lenker geradestellen, Pedale abschrauben und ans Rad hängen, Luft raus und ab.
Viele Grüße Wolfgang