1.) Fernradler lassen sich ungern von Medien manipulieren und machen sich lieber vor Ort ein eigenes Bild.
Das wäre bestenfalls der Idealfall, entspricht aber leider aus verschiedenen Gründen in der Masse nicht der Realität.
(entkräftet)2.) Radfahren ist kinderleicht (es können global mehr Menschen radfahren als Schwimmen).
Selbst wenn das zutrifft ist es im Zusammenhang mit Radreisen irrelevant.
(relativiert)Eine Radreise ist unkompliziert, sicher und reich an neuen intensiven Eindrücken - aber keinesfalls eine Reiseform, die nur besonders schlauen und mutigen Leuten vorbehalten ist.
Ob eine Radreise sicher und unkompliziert ist hängt von einer ganzen Reihe von Umständen ab und kann daher nicht unbedingt immer vorausgesetzt werden. Neue und intensive Eindrücke kann auch ein einfacher Urlauber im Rahmen eines Pauschalangebots wahrnehmen, dafür muß er nicht extra aufs Rad steigen. Auch wenn man nicht zwingend schlau und mutig sein muß, so sind aber dennoch gewisse Vorbereitungen und eine wenigstens grobe Planung von Nöten, wer sich hier jegliche Umsicht spart wird bald von der harten Realität auf der Strecke eingeholt.
(entkräftet)3.) Der Radreisende erreicht alle Klimazonen, alle Kulturkreise und jeden Ort, der auch mit einem 2-radgetriebenen Fahrzeug erreichbar ist, problemlos.
Das ist völliger Unsinn, da nicht alle Klimazonen dieses Planeten ein fahrbares Straßennetz aufweisen und selbst Gegenden mit einer zumindest primitiven Infrastruktur oft zu massiven Problemen führen.
(entkräftet)4.) Der Radfahrer wird überall gerne gesehen und es wird als Ehre empfunden ihn wie einen alten Freund zu beherbergen und für seine sichere Weiterreise ausstatten zu dürfen.
Das ist allenfalls ein Stereotyp, das zwar in einzelnen Fällen zutrifft, aber grundsätzlich nicht immer und überall automatisch anzutreffen ist. Auch Gastfreundschaft hat ihre Grenzen, wer dabei in der Meinung lebt, daß ihm der Gastgeber dabei etwas schuldet, der irrt sich hier gewaltig.
(entkräftet)