Wenn Du es richtig machen willst:
1. Rahmen innen:
- Fahrrad zerlegen (insbes. Innenlager und Gabel raus)
-
Flexi-Welle für Bohrer besorgen (leihen?)
-
Siederohrbürste in passendem Rohrinnendurchmesser besorgen (leihen?)
- Rahmenrohre innen ausbürsten (nur Schmutz, losen Rost - nicht materialabtragend arbeiten!!)
- Rahmen von innen mit z. B.
Fluid-Film "fluten"
- ablüften lassen
- fertig
2. Rahmen außen:
- fettfrei reinigen
- Lackreiniger
- hochwertiges Versiegelungswachs auftragen
- auspolieren
- fertig
Die dunklen Kanten an den Muffen sind kein Rost im herkömmlichen Sinne. Wenn die Bereiche durch gutes Wachs gegen Feuchtigkeitskontakt geschützt werden, passiert da nichts. Rost auf/an den Rahmenrohren sollte porentief (metallisch blank!) entfernt werden und mit entsprechenden Mitteln (Rostumwandler, Grundierung, Farbe) ausgebessert werden. Rost ist wie Krebs, der frisst auch im verborgenen. Danach gut wachsen und polieren (nicht mit Baumarkt-Politur - die taugt nicht. Besser ist ein "Finger voll" von einem professionellen Autoaufbereiter - je nach Rahmen auch gerne reines Canauba-Wachs

).
Ansonsten - wie Falk schon sagte - das Rad bewegen, trocken und gut gelüftet lagern. Nach Regen- oder Kältefahrten die Sattelstütze rausnehmen, damit der Rahmen innen von Regen- oder Kondenswasser besser abtrocknen kann.
Der Aufwand hört sich erstmal übertrieben an. Wenn das Rad aber - wie Du schreibst - noch Jahrzehnte erhalten werden soll, muss Vorsorge getroffen werden. Rost außen ist dann nicht das Problem, sondern Rost von innen - beim Auto ist auch der Rost von innen tötlich.
Matthias