In Antwort auf: tirb68
...und mir eine leicht getönte Radbrille kaufe, die ich auch zum Autofahren nutzen kann.
Ich verwende seit Jahren den Klassiker: Oakley M-Frame. Mit Korrekturglas-Scheibe gibt es diese Brille nur bei Optikern, die Oakley führen: Suche.

Vorteil des Modells: Scheibe gibt es in 4 Formen, damit die Brille optimal (wenig) Abstand zum Wangenknochen hat und vor Zugluft schützt. Außerdem: Wechselscheibe, sicherer Sitz und kein Druckgefühl (Steckbügel, formschlüssig um den Kopf geführt), diverse Scheibenfarben und -beschichtungen, maximales Sichtfeld, da randlos, optimale Belüftung. Gebogene Scheibe und gebogene Gläser für optimalen Windschutz. (Bei normalen Brillen sitzen die Gläser immer 90° zur optischen Achse - viel Platz für Zugluft und Insekten). Nachteile: teuer, nach ca. 10 Jahren wird das dünne Scheibenmaterial brüchig. Maximale Korrektur ca. -4/+3 Dioptrien.

Fast immer bin ich mit der glasklaren (nicht getönten) Scheibe unterwegs, da mich jede Tönung bei schlechtem Wetter und in der Dunkelheit stört. Nur bei Schnee und sehr heller Sonne setze ich eine stark getönte (75%) Scheibe ein.
Wichtig: Unbedingt die bestmögliche Beschichtung wählen (Entspiegelung gegen Reflexe).

Eine leicht getönte Scheibe als Kompromiss für alle Lebenslagen halte ich für untauglich.
Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass bei leichter Kurzsichtigkeit eine Brille zwar zum Autofahren dringend empfohlen wird, im Alltag aber unnötig sein soll. Eine gut angepasste Brille ist auch bei geringer Korrektur eine Erholung für das Auge. Ich würde deshalb auch für den Alltag über eine Brille nachdenken.
Zunächst würde ich das Ergebnis der augenärztlichen Untersuchung bei einem guten Optiker überprüfen lassen. Dort lässt man sich normalerweise viel Zeit, um die Korrekturwerte zu bestimmen (manuell, nicht auf Knopfdruck). Danach entscheiden, für welche Anlässe eine Brille sinnvoll ist. Die Korrekturwerte sollten in ausgeschlafenem Zustand und nicht nach anstrengendem Arbeitstag gemessen werden, also z.B. Samstagvormittag. Weil das Sehvermögen am Abend nachlässt, würden sonst eventuell falsche Werte bestimmt.