Nachdem unsere
Frühlingsfahrt allen Beteiligten gut gefallen hat, entstand die Idee, auch eine gemeinsame Herbsttour zu machen. Diese soll nun mitten in Berlin beginnen und in Brandenburg enden. Damit wäre Gelegenheit, auch diejenigen kennenzulernen, die im Fläming durch Hochzeit, Zahnschmerzen und Dienstplan verhindert waren.

Als Termin haben wir uns den Samstag,
3. Oktober 2009 vorgestellt. Start um
9 Uhr auf dem Schlossplatz (für Leute mit alten Stadtplänen: das war mal der Marx-Engels-Platz). Damit wir pünktlich starten können, treffen wir uns um 8:45 Uhr vor dem Berliner Dom. Frühere Berlinbesucher suchen bitte nicht den Palast der Republik, der ist jetzt „grüne Wiese“.
Folgende Strecke ist vorgesehen: Wir starten durch die historische Mitte, Richtung Prenzlauer Berg, ein kurzes Stück auf dem Mauerradweg bis nach Pankow. Im Pankower Bürgerpark stoßen wir auf den Pankeradweg, dem wir durch's „Städtchen“ und den Schlosspark Niederschönhausen folgen. Anschließend geht es sehr naturnah durch die Berliner Ortsteile Karow, Buch und Röntgental. Hier setzt die Beschilderung des Radweges Berlin – Usedom ein, der wir bis Bernau folgen. Das war Genussradeln!.
Jetzt wird es etwas flotter, und zwar auf gut ausgebauten, verkehrsarmen Landstraßen in Richtung Oderbruch. In der Gartenklause in Heckelberg, nach ca. 48 km, besteht die Möglichkeit, die verbrauchten Kalorien aufzufüllen.
Hinter Kruge können die Bergziegen ihre Möglichkeiten ausschöpfen. Bis Dannenberg werden wir die Höhe von 120 m erklimmen (kurze Steigungen bis 8%). Danach geht es mit rasanter Fahrt hinunter nach Cöthen und von dort nach Falkenberg/Mark. Damit haben wir auf kurze Distanz sämtliche Höhenmeter wieder verbraucht und fallen sogar unter das Startniveau. Den geologischen Hintergrund bildet der durch die Weichseleiszeit gebildete Übergang von der Barnimer Hochfläche in das Oderbruch als Teil eines Urstromtals.
Nun beginnt eine kleine Runde durch's Oderbruch, entlang der Alten Oder, am Schöpfwerk Liepe vorbei zum talseitigen Abschnitt des Oder-Havel-Kanals und zum Schiffshebewerk Niederfinow, einem imposanten technischen Denkmal, dass auch nach 75 Jahren Betriebsdauer seinen Dienst tut.

Zu Füßen des Schiffshebewerks (nach ca. 75 km) ist für uns im Gasthof „Nieder-Oderbruch“ ab 14 Uhr ein Tisch reserviert. Danach besteht die Möglichkeit, ab Bahnhof Niederfinow (ca. 1,5 km) mit der ODEG nach Berlin zurückzufahren (über Bernau, Hohenschönhausen nach Lichtenberg), allerdings im 2-h-Takt ab 15:09 Uhr.
Nach dem reichlichen Mittagessen sollte aber noch eine 15-km-Tour drin sein, und zwar über Niederfinow auf dem Treidelweg entlang dem
Finowkanal (Deutschlands ältester noch befahrbarer Kanal) bis Eberswalde.

Da der Weg im Stadtgebiet von Eberswalde mit zahlreichen Spaziergängern geteilt werden muss, kann hier nur sehr mäßiges Tempo veranschlagt werden. Ab EW geht es mit DB und ODEG mit höherer Taktfrequenz entweder nach Lichtenberg oder zu den Bahnhöfen der Berliner Nord-Süd-Achse. Der Fahrpreis beträgt ca. 5 €, so dass wir nicht unbedingt Fahrgemeinschaften für das BB- oder WE-Ticket bilden müssen. Die Abfahrtzeiten ab EW werde ich mal zusammentragen und hier rein stellen.
Die Strecke ist natürlich in erster Linie für Trekkingräder geeignet. Überwiegend fahren wir auf Asphalt und etwas Betonpflaster. Für Nostalgiefans sind ein paar 100 m Kopfsteinpflaster in die Strecke eingebaut. Im Oderbruch geht’s über z.T. ruppige Wege, die bei Regen schwierig werden könnten (wäre aber abzukürzen). Einmal darf das Rad auch über eine kleine Brücke getragen werden.
Der Track wird in Kürze auf gpsies.de bereitgestellt.
Wenn Euch diese Tour gefallen könnte, meldet Euch bitte, auch wenn noch Fragen offen sind. Wie beim letzten Mal sind natürlich auch alle „Randberliner“ von DD bis HH herzlich eingeladen.

Gruß Dietmar