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#66015 - 12/15/03 08:15 AM Bären
donauforelle
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Hallo,

wir haben mal in Betracht gezogen, irgendwann den Kettle Valley Railway in Kanada, British Columbia, zu fahren.

Wie gesagt, noch Zukunftsmusik und Träumerei, aber einige Gedanken mach ich mir doch.

Ich hab den Reisebericht unter http://www.xdreamholidays.at/htm/Reiseberichte/bc/kvr1.htm
gelesen, die dort auch eine Begegnung mit einen Bären hatten. Auf der Startseite von bikefreak hab ich auch die Infos über die Bären gelesen. Und nun .........hab ich ein mulmiges Gefühl irgendwie.

Bisher hatte ich wenig Kontakt mit gefährlichen wilden Tieren. Das Aufregenste war mal ein Angriff von einen Habicht. Ich war wohl zu nah an sein Nest gekommen. Ich hab mich da ins Gebüsch geschlagen und der Vogel beruhigte sich wieder.

Aber so ein großer Bär........

wie gefährlich ist es wirklich, wenn man sich im wilden Westen Canadas aufhält?

Grüße

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#66028 - 12/15/03 09:54 AM Re: Bären [Re: donauforelle]
TomFrank
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Hallo Donauforelle,

seit meinem Bärenerlebnis in den USA kann ich deine Bedenken verstehen und würde sie absolut ernst nehmen. Bei uns war das so (wir waren allerding mit dem Auto unterwegs): Es war ein Walk-In Campground im Yosemite N.P., d.h. man stellt sein Auto auf einen Parkplatz und das Zelt ist dann ca. 150m davon entfernt. Wir waren zuvor auf einem Campingplatz im Yellowstone, dort habe ich auch einen Vortrag über Bären gehört und im Yellowstone hieß es: Fahrzeuge mit seperatem Kofferraum (also z.B. keine Kombis) sind sicher! Im Yosemite hieß es: Alles raus. Wir haben uns im Yosemite gedacht "..die übertreiben es wieder mal hier.." und habe uns an den Yellowstone Vortrag erinnert und es gewagt ca. 6 Bierdosen IN der Kühltasche IM seperaten Kofferraum zu lassen! Ergebnis: In der Nacht hat ein Bär das Auto aufgebrochen, dabei ziemlich viel kaputt gemacht nur um an die Dosen zu kommen. Wenn man tagsüber im Yosemite herumspaziert (mit vielen anderen Touristen) kann man sich gar nicht vorstellen, dass da ein Bär im Dickicht lauert. Tut er aber, wie wir leider erfahren mußten.

Und die Moral von der Geschicht': Die örtlichen Warnungen IMMER absolut ernst nehmen. Und auch auf absolute Kleinigkeiten (z.B. ein in die Packtasche gerutschtes Snickers oder so was) achten und nichts aber auch gar nichts außer dem Schlafsack und dir selbst im Zelt zu lassen. Alles andere (Duschzeug, Seife, Lebensmittel, getragene Kleidung u.s.w.) weit weit weg deponieren oder falls es so was gibt in die bärensicheren Tresore einschließen.

Mit einem Auto kannst du wenigstens noch flüchten, aber so ein Bär schafft locker 40km/h und das auch im Gelände, da hast du im Falle eines Falles mit einem Fahrrad wenig Chancen.

Tatsache ist jedenfalls, dass es immer wieder aggressive Bären gibt und es zu tödlichen Unfällen kommt. Tatsache ist auch, dass die Verhaltensregeln für "Bärenbegegnungen" auch lokal unterschiedlich zu sein scheinen. Empfehlung Yellowstone: Ruhig blieben und den Rückzug antreten, dabei den Bären im Auge behalten. Empfehlung Yosemite: Krach machen, fest aufstampfen, Glöckchen an den Rucksack und Ähnliches. Kann auch umgekehrt gewesen sein...

Also bitte Vorsicht.

Thomas
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#66031 - 12/15/03 10:40 AM Re: Bären [Re: donauforelle]
BuschnicK
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Mit den Bären ist echt so ne Sache. Es gibt so viele Ratschläge wie man sich ihnen gegenüber verhalten soll und alle widersprechen sich irgendwo...
Meine eigenen Heuristiken lauten ungefähr so:
- Bären sind intelligent und damit auch launisch/unberechenbar
- mögen keine Überraschungen, also immer schön auffällig durch die Gegend ziehen
- sind im Zweifelsfall stärker, schneller und besser bewaffnet als du
- Riechen und Essen alles. Das geht soweit, dass sie sogar scharf auf die Zahnpasta in deinem Zelt sind

Ich habe aber noch nie "bear bells" (nervig), Pfefferspray (teuer, nicht verfügbar) oder gar eine Waffe bei mir gehabt auf Touren. Ich denke es reicht einfache Grundregeln beim Verstauen der Nahrung und dem gesunden Menschenverstand zu folgen.

Ich bin mittlerweile einigen dutzend Schwarzbären und einem Grizzly begegnet in Canada (alles BC/Alberta). Gefährliche Situationen gab es auch, aber die sind alle friedlich ausgegangen, damit, dass sich der Bär getrollt hat.
Eine war auf einem Hike an der Westküste Vancouver Islands, ich war vorne an einem Anstieg gegen die Sonne. Werde plötzlich durch ein wütendes Knurren gebremst. Da war ein Scharzbär keine drei Meter von mir entfernt halb um einen Baum herum an eben diesem hochgeklettert und zerpflückte ein Wespennest. Der musste uns schon von weitem kommen gehört haben, wollte aber wohl seinen Schmaus nicht unterbrechen. Naja, Situation endete damit, dass wir langsam und ihm zugewandt den Rückzug angetreten haben. In einigem Sicherheitsabstand haben wir dann unsere Kameras draufgehalten (ohne Blitz!) und gewartet, bis er verschwindet.
Ein anderes Mal haben wir in einer Hütte im Niemandsland übernachtet und fühlten uns aufgrund der stabilen Wände um uns herum zu sicher. Wir haben also einen Topf Essen nachts auf dem Tisch stehen lassen. Morgens werden wir dann durch lautes Rumoren auf der Porch geweckt und kurze Zeit später tritt ein kleines Schwarzbären Junges die Tür ein und luert um die Ecke. Wir sind alle aus unseren Schlafsäcken gesprungen und haben den Tisch zwischen ihn und uns gebracht. Der Bär trollte sich dann jedoch auch gleich. Wir also nach Schrecksekunde wieder schön ins Bett gerollt, gerade eingeschlafen, da wird es draussen wieder laut. Wieder der kleine, diesmal hat er seine Mama mitgebracht: "guck mal was ich hier gefunden habe Ma!". Haben sich dann aber auch wieder getrollt nach einigen neugierigen Blicken.
Tja, und nicht einmal in seinem eigenen Garten ist man sicher. Bin mit nem grossen Schäferhund durch den Garten meines Onkels in Sooke gestreift, der Hund hat die ganze Zeit radaut und squirrels gejagt. Ich bin derweil auf's Outhouse. Es radaut weiter, nur als ich die Tür aufmache ist es nicht mehr der Hund (der sich feige/weise verdrückt hat) sondern ein Schwarzbär in den Beeren. Ich also ganz kleinlaut die Tür wieder zugemacht und besetzt-Schild rausgehängt und gewartet, bis er sich verpisst...
Meine Grizzly Begegnung war nur insofern gefährlich, als dass ich ihn fast umgefahren hätte, da war ich auf nasser gravel road mit ~100 Sachen in nem 4wheel drive unterwegs und der hat vor mir die Strasse gequert. War so knapp, dass ich nachher ausgestiegen bin und geguckt habe, ob ich Fell vorne dranhängen hatte...

Den lustigsten Flyer zum Thema haben wir mal im Jasper National Park (BC/Alberta Canada) bekommen:
http://www.buschnick.net/Photos/Bear.jpg
Zitat: "if the attack continues for several minutes consider fighting back - man stelle sich vor da hackt ein Bär einige Minten auf einem rum und irgendwann bequemt man sich dann dazu sich zu wehren...

Bear BuschnicK

-- meine "Europa Runde" 2004: www.BuschnicK.net
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#66083 - 12/15/03 07:17 PM Re: Bären [Re: BuschnicK]
globetreter
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Underway in United States of America

oje... ich hoffe, solchartige begegnungen werden mir nächstes jahr erspart bleiben... hätte natürlich nix, gegen ein gut belichtetes dia von nem schönen schwarz- oder grizzly-bären, aber um nicht um jeden preis. mein teuer erstandenes büchsenbier würd ich dafür nicht hergeben wirr schon gar nicht die zahnpasta.

bis jetzt hatte ich aus berichten immer eher den eindruck, dass es viel mehr glück als pech ist, einem bären zu begegnen - aber so hautnahe begegnungen sind nix für mich.

es heißt ja immer, alles, was riecht, so weit wie möglich vom zelt entfernt aufzubewahren, möglichst verschlossen oder aufm baum gehängt... was ist aber mit einem selbst? nach 100km riecht man ja selbst, sicherlich auch mehr, als irgendwelche verpackten coladosen. will der bär dann nicht lieber den viel stärker stinkenden radler verspeisen, als im tresor versteckte instant-suppe??? da kann man sich ja gleich selbst aufhängen... und hoffen, dass der bär kein schwarzer ist und hochklettert.

ludwig, der langsam angst vorm teddy bekommt
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#66092 - 12/15/03 08:57 PM Re: Bären [Re: globetreter]
Maze
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Zitat:
es heißt ja immer, alles, was riecht, so weit wie möglich vom zelt entfernt aufzubewahren, möglichst verschlossen oder aufm baum gehängt... was ist aber mit einem selbst? nach 100km riecht man ja selbst, sicherlich auch mehr, als irgendwelche verpackten coladosen. will der bär dann nicht lieber den viel stärker stinkenden radler verspeisen, als im tresor versteckte instant-suppe???

Keine Sorge, in diesem Fall gilt sogar: Je mehr du nach Mensch riechst (stinkst?), desto weniger möchte der Bär dich verspeisen.
Wie immer beim Bärenthema gibt es auch hier eine Ausnahme, wäre ja sonst zu einfach: Falls der Bär vorbelastet ist, also kein "normaler" freilebender Bär mehr ist, sondern den Menschen mit Essen assoziiert, dann siehts schlecht aus. Kann passieren, wenn er in seinem bisherigen Leben einmal über einen Menschen an Nahrung gekommen ist.

Restrisiko ist also immer, auch bei richtigem Verhalten. Aber wenn du dich mit der Thematik vorher intensiv beschäftigst (und das tust du ja gerade), dann kannst du das Risiko auf ein Minimum verringern. Also vorher dein Verhalten im Ernstfall durchspielen, das muss im Notfall sitzen. Vor allem bestimmte menschliche Instinkte, z.B. das Wegrennen, musst du unterdrücken. Bei Nahkontakt gilt es sorgsam zwischen Schwarzbär und Grizzly zu unterscheiden und entsprechend zu handeln. Aber das hast du bestimmt schon gelesen.

Auf die Flasche Pfefferspray würde ich nicht mehr verzichten wollen. Das ist wie eine Lebensversicherung im allerletzten Notfall. Auch wenn's da auch wieder, sogar wörtlich, nach hinten losgehen kann (wenn der Wind von vorne bläst)...
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#66100 - 12/15/03 09:40 PM Re: Bären [Re: Maze]
Guenter
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Ich habe mir globetreters homepage mal angesehen.
Da wo er langfährt gibt es keine Grisslies. Die einzige Chance mal ein bear-encounter zu haben ist im Yosemite. Und dort höchsten mit einem California Blackbear. Auf den Campgrounds dort ist er auch nicht allein. Die sind normalerweise ausgebucht. Jeder einzelne Stellplatz hat seinen eigenen bärensicheren Stahlschrank.
Seine größere Sorge sollte sein, dass er dort überhaupt einen Zeltplatz erwischt. Die meisten Campgrounds im Park sind reservierungspflichtig und die wenigen, die auf first-come first-serve Basis funktionieren sind meistens in den frühen Vormittagsstunden schon voll. Schlechte Karten für einen Radler. Und wenn in Amerika ein Campground full ist, dann wird eine Schranke gesenkt mit dem Hiweis: Campground Full und dann kommt man auch nicht mehr drauf. Die schicken dich eiskalt in die Wüste.
Hier mal eine Übersicht über die CAMPGROUNDS , die es im Tal gibt und hier noch ein link zum RESERVIEREN . Für den Campground an den Tuolumne Meadows gilt das Gleiche.

@Globetreter,
du solltest sobald wie möglich (wenn du abschätzen kannstwann du dort ist) die Reservierung vornehmen.

Mfg Günter

Edited by Guenter (12/15/03 10:06 PM)
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#66103 - 12/15/03 09:58 PM Re: Bären [Re: Maze]
schwalli
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hallo ihr baeren freunde grins

kann mich eurer meinung und erfahrung ueber baeren nur anschliesen! auf dem kettle valley gibt es "nur" braun/schwarzbaeren und selbst dort (beim wildzelten) duerfte es keine probleme mit attaken geben-solange man eben die regeln einhaelt cool

ich wuerde mir wie schon wo anders erwaehnt mehr gedanken ueber waschbaeren machen..... diese sind eher eine pest peinlich .

und die 40can$ fuer eine dose baerenspray wuerde ich auf alle faelle investieren!!!!! ich habe meine immer dabei wenn ich campen gehe!auf dem kettle hatten wir die dosen (jede person eine), in einer nylontasche mit klettverschluss, mit kabelbinder vorne am lowrider befestigt und nachts mit ins zelt genommen.

p.s. habe mal einen baeren einen steilen schotterhang hoch rennen gesehen---meine herrn war der schnell!
andreas
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#66127 - 12/16/03 08:35 AM Re: Bären [Re: Guenter]
Guenter
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Ich kann meinen Beitrag leider nicht mehr ändern, weil die Editierzeit abgelaufen ist.
Wollte noch sagen, dass in dem Campgroundlink, wenn man weit nach unten scrollt, noch ein Link des NPS steckt, der alles über Bären und Lebensmittelaufbewahrung erklärt.

Mfg Günter

Edited by Guenter (12/16/03 08:37 AM)
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#66137 - 12/16/03 09:19 AM Campground full [Re: Guenter]
TomFrank
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Hallo zusammen,

das stimmt, Campground full heißt "Auf Wiedersehen". Da gibt es kein Pardon. "Full" heißt bei den Amis, dass jeder Stellplatz belegt ist. Wer das Gedränge auf europäischen Campingplätze kennt, wird sich verwundert die Augen reiben.

Wir waren damals mit einem Minizelt unterwegs (für amerikanische Verhältnisse ist auch ein VW Bus ein kleines Wohnmobil!) und habe mehrmals ERFOLGREICH folgenden Trick angewendet.

Wir haben dem Ranger erzählt, dass Freunde von uns schon da sein müßten, wir aber nicht wissen wo und ob er uns doch mal bitte reinfahren läßt. Zu Fuß gehen ginge auch, dass kann sich aber bei der Größe mancher Plätze ganz schon hinziehen. Kurzum: er tat uns den Gefallen. Wir haben dann nach Leuten Ausschau gehalten, die auch mit kleinem Zelt oder Ähnlich wenig "Stuff" unterwegs waren und die gefragt, ob wir den Stellplatz teilen können. Mit ein bißchen Freundlichkeit war das kein Problem. Dann mit einem "Hurra, die Freunde sind schon da" einfach zum Ranger zurück und die Platznummer bekannt gegeben. Namen werden meistens nicht verlangt und wenn dann reichen die Vornamen. Dann die neuen Nachbarn noch zu einem Bierchen eingeladen und wenigstens angeboten, die Hälte des Stellplatzes zu bezahlen. Und Vielleicht werden es ja wiklich Freunde?

Thomas
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#66167 - 12/16/03 10:56 AM Re: Campground full [Re: TomFrank]
Radeldaniel
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Hallo,

bei mir war 2000 nur zweimal "full", am Columbia Icefield und am Bryce Canyon. Aber in beiden Fällen waren die Ranger sehr nett (sind auch nur Menschen mit Stärken und Schwächen) und hatten selbst die Idee, daß ich einen Platz mit jemand anders teilen könnte und sogar nichts bezahlen mußte, obwohl es z.B. am Columbia Icefield nur ein paar hundert m zum nächsten, aber längst nicht so schönen CG gewesen wären. Der einzige Haken lag darin, daß ich am Morgen im Bryce Canyon von lautem Geratter und einer dicken Rußwolke geweckt wurde, weil das Stromaggregat des Motorhomes, mit dem ich den Platz teilte, ausgerechnet direkt neben meinem Zelt versteckt war. Na ja, die waren aus Florida und wollten halt auch im morgens etwas frostigen Utah warm duschen, und als Entschädigung für den Qualm gabs für mich Orangen aus eigenem Anbau als Wegzehrung.
In Yosemite hatte ich überhaupt kein Problem einen Platz zu finden, denn dort war ich erst Anfang Oktober, allerdings auf dem CG bei den Toluomne Meadows. Im Tal sah es immer noch ziemlich voll aus.
In den lower states sind Schwarzbären durch immer noch anhaltende Ausrottungsversuche fast vollständig in Nationalparks und ähnliche Naturschutzgebiete zurückgedrängt worden. In Kanada sieht die Situation anders aus. Normalerweise haben Bären aber eher Angst vor Menschen und meiden deren Nähe bzw. rennen vor ihnen weg, solange sie diese eben nicht als Futterquelle kennen.

@ globetreter: in den (Halb-)Wüstenregionen solltest Du mit Skorpionen und Klapperschlangen rechnen, und für mich persönlich am haarsträubendsten waren Auseinandersetzungen mit Heerscharen von Kakerlaken, die meinen Kochtopf für eine Großkantine hielten... grins

Daniel
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#66171 - 12/16/03 11:05 AM Re: Campground full [Re: Radeldaniel]
Guenter
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Hallo Daniel,

Ranger sind grundsätzlich nett. Macht wohl die Liebe zur und Arbeit in der Natur.
Dass sie Schwächen haben und dich auf einen Campground lassen der "full" ist, ist eher die seltene Ausnahme.
Es geht hier nicht um Nettigkeiten sondern um Landschaftsverbrauch und den Erhalt der Parks.

Mfg Günter
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#66174 - 12/16/03 11:24 AM Re: Campground full [Re: Radeldaniel]
schwalli
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oh-- ja stimmt ,habe die netten bunten schlangen, spinnen, feuerameisen und kakerlaken in louisiana fast vergessen.

alte wuestenfahrerweisheit: morgens schuhe ausschuetteln!!!! und die packtaschen am rad haengen lassen---nicht auf'm boden!!!!
andreas
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#66177 - 12/16/03 11:48 AM Re: Bären [Re: donauforelle]
shabbaz
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Hi,

überlege auch den Kettle Railway nächstes jahr zu fahren. was ist denn da wettermäßig die beste jahreszeit? ist es dort wirklich so voll wie oben beschrieben?

gruss, s.
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#66178 - 12/16/03 11:57 AM Re: Bären [Re: donauforelle]
JB_Linnich
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So richtig gefährlich sind Bären insbesondere für Donauforellen grins grins grins
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#66203 - 12/16/03 01:09 PM Re: Bären [Re: JB_Linnich]
donauforelle
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ach du meine Güte!!!!!!!!
und ich dachte, die gehen nur auf Lachs.....
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#66205 - 12/16/03 01:11 PM Re: Bären [Re: shabbaz]
donauforelle
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Hallo Schabbaz,

inzwischen habe ich erfahren, dass einige der alten Holzbrücken bei den Waldbränden im letzten Jahr im Rauch aufgegangen sind. Das macht mir im Moment eher Sorge wie die Verkehrsdichte.

Grüße
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#66223 - 12/16/03 02:36 PM Re: Bären [Re: donauforelle]
Uli
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Hallo!

Als ich deine Anfrage zum ersten Male las, habe ich überlegt genau die Info zu den Brücken zu posten, es dann aber nicht getan, weil du ja nach Bärchen gefragt hattest wirr . Da ich jetzt einmal dran bin, noch etwas mehr zum KVR-Radweg.

Vorab: Ich will dir das Vorhaben nicht ausreden.

Auch ich hatte die Strecke für die kommenden Jahre ins Auge gefasst und alles, was ich (im Internet und in Zeitschriften) gelesen hatte, hörte sich auch interessant und schön an. Dann aber habe ich mit zwei Radlern gesprochen, die die Tour (nicht zusammen) gemacht hatten und die unabhängig voneinander gemachten "negativen" Aussagen decken sich ganz gut. Beide monierten sehr lange Abschnitte durch tiefen Sand, Tragestrecken durch Bäche, langweilige Etappen ("Morgens in den Wald rein, den ganzen Tag nichts ausser Bäume, abends aus dem Wald raus.") und schlechte Unterkünfte. Beide bestätigten, dass es auch sehr schöne Abschnitte gibt, aber in der Gesamtheit wäre die Tour nicht so toll, wie überall beschrieben und Geld und Aufwand nicht wert.

Und da ich mir bei meiner Kollegin, eine der beiden Radler, sicher bin, dass sie nichts dramatisiert und ihre "Ansprüche on Tour" geringer sind als meine, habe ich zuerst einmal Abstand von der Idee gewonnen.

Ach so: Begegnungen mit Bären haben beide nicht gehabt.

Gruss
Uli
"Too much smoke, too much gas. Too little green and it's goin' bad!". "So sad", Canned Heat, 1970

Dear Mr. Putin, let’s speed up to the part where you kill yourself in a bunker.
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#66259 - 12/16/03 05:21 PM Re: Campground full [Re: schwalli]
globetreter
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Underway in United States of America

Zitat:
oh-- ja stimmt ,habe die netten bunten schlangen, spinnen, feuerameisen und kakerlaken in louisiana fast vergessen.


oooch andreas... ich fahr doch schon in vier wochen... kannst mit sowas doch nich so kurz vor der abfahrt kommen. wo bleibt denn da der überraschungseffekt? zwinker

jedenfalls werd ich alles fotografieren, was kriecht, krabbelt, beist, sticht, eklig aussieht, sechs oder mehr beine hat und nicht gerade ein bär ist und/oder mich verfolgt. das stell ich dann online und verderbe auch noch dem rest der potentiellen usa-radler die lust am campen listig

ludwig
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#66304 - 12/16/03 10:37 PM Re: Bären [Re: shabbaz]
schwalli
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kettle valley von mai bis september wobei es im fruehjahr noch schneien kann (wie uns passiert) und es gibt hohe wasserstaende in den fluessen (eiskaltes wasser).

im sommer kanns dann schon sehr heiss werden und man wird waerend des tages schon einige radler sehen cool

viel spass auf'm trail!
andreas
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#66305 - 12/16/03 10:42 PM Re: Bären [Re: Uli]
schwalli
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ich kann nur gutes ueber den trail sagen (campingplaetze ok, wildniss klasse,sand ja aber nicht dramatisch,super wildzeltplaetze, billig, gute versorgungsmoeglichkeiten usw) dieser trail war eindeutig das highlight unserer usa/canada reise!!!!!!!

aber jeder mensch hat ja sein eigenes urteilsvermoegen......
andreas
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#66310 - 12/16/03 11:42 PM Re: Campground full [Re: Guenter]
Urs
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Wurde auch schon bei Dämmerung von einer Rangerin mit der Begründung, dass die Hiker/Biker Sites voll seien, abgewiesen. Alles diskutieren nützte nichts. Ich solle weiter südlich auf den nächsten State Park radeln. Ich musste jedoch nördlich weiter.
Ich schmuggelte mich schliesslich irgendwie auf den State Park Camping rein. Auf den Hiker/Biker Sites hatte es einige Leute, die schon mehrere Nächte dort waren, was eigentlich nicht die Idee dieser Regelung wäre. Nun gut, ich schlief dort und verschwand früh am Morgen wieder.
Eigentlich bin ich ja kein Fan von solchen Dingen, aber einen Radler bei Einbruch der Nach abzuweisen finde ich nicht gut.

Machte andererseits auch die Erfahrung, dass man als Radler relativ gut bei anderen Campern Unterschlupf findet.
Urs
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#66331 - 12/17/03 09:20 AM Re: Bären [Re: schwalli]
Uli
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Zitat:
aber jeder mensch hat ja sein eigenes urteilsvermoegen......

... und einen anderen Geschmack, andere Vorstellungen, andere ..... Es kommt halt darauf an, was man (nicht) will.

Beide waren übrigens nicht mit Zelt, Schlafsack, etc. unterwegs und demnach nicht von Einkaufsmöglichkeiten und Campgrounds, sondern von den Unterkünften und Restaurants enttäuscht.

Meine Kollegin fand insg. das Radeln durch die kanadischen Rockies deutlich schöner, der andere Radler war von der kan. Westküste fasziniert.

Gruss
Uli
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#66347 - 12/17/03 10:02 AM Re: Campground full [Re: Guenter]
Radeldaniel
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Zitat:
Dass sie Schwächen haben und dich auf einen Campground lassen der "full" ist


Das halte ich aber eher für eine Stärke als eine Schwäche, daß die von mir erwähnten Ranger ihrer Vernunft gefolgt sind statt stur die Regeln durchzusetzen. Mein Landschaftsverbrauch wurde dadurch ausgeglichen, daß eine kleine Gruppe sich bereiterklärte, ihr Zelt nicht aufzubauen und stattdessen eine Nacht im VW-Bus zu schlafen bzw. daß die Motorhome-Besatzung auf das Aufstellen ihrer Gartenmöbel verzichtete, und zum Erhalt der Parks habe ich durch Geldausgeben auch einen kleinen Beitrag geleistet, der sonst entfallen wäre. Ich wäre allerdings auch nicht böse gewesen, wenn man mich weitergeschickt hätte, denn die Regeln kennt man ja.

Daniel
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#66360 - 12/17/03 11:26 AM Re: Campground full [Re: Radeldaniel]
shabbaz
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Hi,

reicht denn das in der regel, wenn man morgens anruft und sich auf dem campground anmeldet, oder muß man das wochen oder gar monate im voraus machen?

das wäre mir dann doch zu blöde... mein alltag ist normalerweise schon durchgeplant genug, darauf kann ich im urlaub verzichten.


gruss, s.
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#66365 - 12/17/03 12:00 PM Re: Campground full [Re: shabbaz]
schwalli
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du KANNST anrufen... ich wuerde aber nur anrufen und fragen ob die dich auch zelten lassen verwirrt wir hatten dieses situation< keine zelt erlaubt, mehrere male... dabei war fuer uns absolut kein grund fuer die ablehnung erkennbar. böse gerade in den suedstaaten wo es nicht soo einfach ist wild zuzelten hatte das schon sehr genervt.
in canada , genauer gesagt in lake louise, wurden wir auch weggeschickt da einige grizzlies ihr unwesen trieben (es wurde ein schei... langer tag -150km berge bäh )

es hatte sich aber bewaehrt den parkranger/manager nach dem naechsten tagesziel zu befragen, dabei bekamen wir sehr viele gute hinweise!!!! manche riefen sogar fuer uns an und warnten zwinker die campingplaetze vor den freundlichen deutschen radlern grins
andreas
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#66382 - 12/17/03 01:23 PM Re: Campground full [Re: shabbaz]
Guenter
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Shabbaz,

das hängt davon ab wo du zelten willst. Willst du z.B in den Yosemite Natl Park oder Grand Canyon dann sollte man Monate vorher reservieren.
Ich hab da mal die Situation für den Lower Pines Cgrd im Yosemite Park für den Monat April 2004 rausgesucht.
KLICK HIER .
Wie du unschwer erkennen kannst sind für den 6., 11.,13.,und 14. April schon keine freien Plätze mehr da. Wir haben Dezember und das ist für April, die absolute Nebensaison. Die Plätze, die bis dahin nicht reserviert sind gehen dann nach dem Prinzip: wer zuerst kommt mahlt zuerst. Als Radler bist du nie zuerst. Die Autos sind schneller.
Jetzt hast du 3 Möglichkeiten: Dem Ranger was vorflunkern von Freunden, die schon auf dem Cgrd sind wie in einem thread weiter oben beschrieben oder einen auf Mitleid machen und an die "Größe" des Rangers appellieren. Man kann Glück haben oder auch auf einen Parkranger treffen der Nein sagt.
Einen Anspruch hat man auf jeden Fall nicht.
Möglichkeit 3: Sich von dannen schleichen.

Bei den Nationalparks oder Monuments ist die Krux, dass jedes Wildzelten, das Verlassen der Straßen mit jedwedem Fahrzeug bei Strafe verboten ist. Du darfst nicht einmal dein Fahrrad auf Pfaden schieben. In den National Parks haben die Ranger Polizeigewalt and they are packin` hardware.

Viele RV Parks, Trailer Parks oder auch Privaten Cgrds werden keine Zelte akzeptiert. Vorher anrufen oder einen guten Führer dabei haben.

Am einfachsten ist es bei National Forest oder BLM Land. Sind dort die Campgrounds Voll, kann man wild zelten. Die Regel ist:
Outside the sight distance of the highway. (Außerhalb der Sichtweite von der Straße.)
In den Indian Reservations ist wildes Zelten auch verboten. Für zelten ausserhalb der Campgrounds braucht man die Genehmigung des Chiefs.
Auf privat property benötigt man die Genehmigung des Eigentümers.

Am besten sind Campingplätze mit sogenannten "biker & hiker sites".
Da ist ein Teil des Campingplatzes reserviert für Wanderer und Radfahrer. Diese Sites werden auch nie wegen "full" gesperrt. Da rutscht man einfach zusammen und es geht manchmal zu wie in Europa.
Leider gibt es diese lobenswerte Einrichtung nur an der gesamten Westküste und am Mather Campground in Grand Canyon Village.

Mfg Günter
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#66408 - 12/17/03 05:17 PM Re: Campground full [Re: Guenter]
globetreter
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Zitat:
Wie du unschwer erkennen kannst sind für den 6., 11.,13.,und 14. April schon keine freien Plätze mehr da.


und wenn man ganz unten auf der seite schaut: last update april 30 2002! wenn das kein tippfehler ist, dann sind ja heut auch schon sämtliche plätze für übernächstes jahr belegt! mein gott, da hoffe ich echt auf eine gewaltige portion glück. ich kann doch nicht schon sämtliche zeltplätze in den np's ein halbes jahr vorher reservieren wenn ich mitm radl unterwegs bin und überall maximal zwei tage bleibe! da weiß ich doch frühestens eine woche im voraus, an welchem tag ich ankomm und wann ich wieder verschwind...

ludwig, dem drei wochen vor der abfahrt einfach jeder funken vorfreude versucht wird, auszureden (und das in drei boards gleichzeitig...) wirr listig
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#66421 - 12/17/03 06:48 PM Re: Campground full [Re: shabbaz]
Radeldaniel
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Hi shabbaz,

ich habe damals (2000) nirgendwo vorher angerufen außer bei Jugendherbergen z.B. in San Francisco. Richtig eng wurde es bei mir nur in den geschilderten zwei Fällen, und da hatte ich halt Glück mit den Ranger(innen).

Daniel
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#66425 - 12/17/03 06:59 PM Re: Campground full [Re: Guenter]
Urs
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Zitat:
Leider gibt es diese lobenswerte Einrichtung nur an der gesamten Westküste und am Mather Campground in Grand Canyon Village.

Als ich das erste Mal in den USA war traf ich diese auch im Yellowstone NP, Grand Teton NP, Glacier NP, Lake Tahoe und Anza Borrego SP.
Ist halt schon ne Weile her (96/97) und weiss daher nicht, ob dies immer noch zutrifft.
Urs
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#66446 - 12/17/03 08:42 PM Kettle-Valley-Railway [Re: donauforelle]
clebre
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Hallo,

wir (Gruppe mit 8 Personen) waren letzen Sommer dort unterwegs. Die ganze Strecke von Nelson bis Vancouver.

Bären haben wir gesehen, die hatten aber mehr Angst vor uns als wir vor Ihnen.

Nachts haben wir immer auf Campingplätzen mit Infrastruktur, Gaststätte etc, Zaun drumherum usw. gezeltet. Es gab gar keine anderen. Plätze sind völlig anders als in den Nationalparks Kanadas und der USA . Das kommt daher, dass der KVR nicht in einem Nationalpark liegt.

Die beste Jahreszeit ist Sommer! Alles andere ist etwas für Hardcore-Bike grins

Der KVR ist mit Gepäck relativ anstrengend zu fahren, sehr viel Schotter, Mahlsand etc, praktisch kein Meter Teer.

Die Gegend ist zwar nicht so spektakulär wie manche andere Strecken in Kanada und den USA, aber sie hat den unbestreitbaren Vorteil, unheimlich viel Natur, Gegend usw. zu bieten.

Von Überfüllung auch mitten im Sommer keine Spur. Wir sind in 3 Wochen einer Handvoll Radler begegnet.

Fast alle Brücken im Myra-Canyon sind zwar abgebrannt, aber man hat Ausweichstrecken eingerichtet. Das sollte Euch aber nicht abhalten, den KVR zu fahren.

Mein Fazit: Ich würde nächstes Jahr sofort wieder die gleiche Strecke fahren, aber die Welt ist groß...... lach

Gruß
clebre
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#66450 - 12/17/03 08:54 PM Re: Campground full [Re: Urs]
Guenter
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Urs,

Glacier,Yellowstone, Grand Teton und Tahoe bin ich letztes Jahr auf unserer Durchquerung vom Pacific zum Atlantic durchgekommen. Ist nichts mehr mit bike & hike sites. Am Tahoe war ich natürlich während der Durchquerung nicht, sondern bin danach nach Seattle geflogen und habe noch einmal die Westküste gemacht. Von San Diego gibt es billige Tickets nach Reno. Ist eine Spielerstadt wie Vegas. Habe noch 3 Wochen meinen Freund am Lake Tahoe heimgesucht.
Ich habe früher auch ein halbes Jahr am Lake Tahoe gewohnt, und dort noch nie etwas von hike & bike gehört.
Im Anza Borrego State Park war ich zuletzt im April 1998. Da gab es auch keinen besonderen Platz mehr für uns Radfahrer.
Dafür war es ein El Nino Jahr. Hat öfter geregnet und die Wüste ist explodiert mit Wildblumen. Oben am Rand in Julien und Ranchita hat es sogar Schnee gehabt.

Mfg Günter
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#66452 - 12/17/03 09:04 PM Re: Campground full [Re: Guenter]
Urs
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Eigentlich schade, dass es die Hiker/Biker Sites nicht mehr gibt. Als wir in Yellowstone/Grand Teton radelten war Hochsaison (Juli) und wir hätten kaum ein Chance gehabt einen Platz zu ergattern wenn es keine Hiker/Biker Sites gegeben hätte.
Hier ein Satz aus meinem Tagebuch betreff Camping South Lake Tahoe: Ich quartierte mich in der Recreation Area der Stadt ein, die erstaunlicherweise Hiker/Biker Sites für 5$ hatten.
Urs
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#66459 - 12/17/03 09:25 PM Re: Campground full [Re: globetreter]
Guenter
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Globetreter,

das last update bezieht sich auf die Software.

Bis jetzt sind nur Reservierungen bis zum 13. Mai entgegen genommen worden.
Ich würde an deiner Stelle so planen,dass du für den Abend den Crane Flat Cgrd erreichen kannst. Ist zwar auch reservierungspflichtig, aber lange nicht so überlaufen wie die Campgrounds im Valley. Am Crane Flat gibt es auch eine sogenannte overflow-area. Da stellen sie alles ab, was sonst keinen Platz findet. Außerdem ist dort keine Rangerastation. Dort wird nicht so oft kontrolliert und nur ob du bezahlt hast. Vor 5 Jahren sind wir auch dort noch untergekommen. Mein Freund Dale, Amerikaner vom Lake Tahoe, hat dem Ranger eingeredet, dass ich krank sei und wir nicht mehr weiter könnten. Als Krankenschwester hatte er keine Probleme. Von dort kannst du, wenn du an den Tuolumne Meadows nichts mehr bekommst bis über den Tioga Pass nach Lee Vining fahren. Dort, auf dem privaten Campground solltest du keine Probleme haben. Die privaten lassen schon mal mehr Leute auf den Plkatz. Mehr Leute mehr Geld.

Ich habe mir ja deine homepage angesehen und der Yosemite ist wirklich ein kritischer Punkt in deiner Reise. Wild zelten geht nicht, da Natl Park. Hotels und Motels sind wahrscheinlich genauso ausgebucht und wahnsinnig teuer. Sonst wirst du keine Probleme haben.
Und, if <img src="/images/icons/censored_german.gif" /> goes wrong, dann fährst du einfach anstatt auf dem CA120 durch den Yosemite, nach Knights Ferry auf dem CA 108 weiter über den Sonora Pass. Ist zwar ein butt-grinder aber landschaftlich sehr schön und es gibt dort Campgrounds plus du bist im Stanislaus National Forest, d.h. wild zelten ist erlaubt.
Urs wird dir auch bestätigen können, dass der Sonorapass sehr schön ist. Kommst dann 42 Meilen nördlicher auf den US 395.

Mfg Günter

Da wo eine Zensur ist, sollte es "s-h-i-t" heißen.

Im USA Reise Forum habe ich es durchgesetzt, dass die verklemmte amerikanische Zensur abgeschaltet wird. Die amerikanische Software lässt halt sogenannte Unwörter nicht zu.
Ist doch ein Fall für Maze. Schalte bitte die Zenzur ab. Die Erstklässler meiner Frau in der Schule reden ganz unbefangen von P-e-n-i-s und V-a-g-i-n-a und s-h-i-t und wir Erwachsenen dürfen es nicht, weil die puritanischen Amis es so wollen.
Maze, du musst dir auch keine Sorgen machen, dass das Forum ohne Zensur unter die Gürtellinie und ins Zotenmiliö absackt.

Mfg Günter


Edited by Guenter (12/17/03 09:40 PM)
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#66460 - 12/17/03 09:28 PM Re: Campground full [Re: Urs]
donauforelle
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Ja klar, Campen und "Bären" gehören zusammen *gg

http://www.yukonhelmut.de/Bear/alaska_1.jpg
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#66509 - 12/18/03 09:50 AM Re: Kettle-Valley-Railway [Re: clebre]
shabbaz
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Hallo clebre,

was genau heißt schwer zu fahren? wieviel prozent sandstrecke hattet ihr, das wäre der einzige belag, der mich wirklich nerven würde. schotter find ich sogar geiler als asphalt zwinker ...

ansonsten würde mich interessieren, wie ihr dort hingekommen seid, kann mir nicht vorstellen, dass es aus deutschland direktflüge nach nelson gibt. also: wie habt ihr das mit der an-/abfahrt gelöst?

seid ihr nur den kvr gefahren? ich wollte eigentlich 4 wo weg und 600 km fahre ich vielelicht in einer woche... habe auf ner karte gesehen, dass es dort noch weitere interessante ausgebaute bahnstrecken gibt. hat jemand diesbezüglich noch empfehlungen?

gruss, d.
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#66589 - 12/18/03 07:24 PM Re: Kettle-Valley-Railway [Re: shabbaz]
clebre
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Zitat:
was genau heißt schwer zu fahren? wieviel prozent sandstrecke hattet ihr, das wäre der einzige belag, der mich wirklich nerven würde. schotter find ich sogar geiler als asphalt


Hallo shabbaz
dieser Sommer war auch in Kanada sehr heiß. Wir waren kurz vor den Waldbränden da. Vielleicht auch deshalb viel Sand. Etwa 50% des KVR ist relativ schwer zu fahren, d.h. anstrengend, man muß schon auf den Weg sehen, Schotter oft sehr grob, teilweise muß man schieben usw. Wir hatten aber auch jeder 30kg Gepäck dabei. Wenn nicht alle gut trainiert gewesen wären, hätten wir sicher ein Problem gehabt listig

Zitat:
ansonsten würde mich interessieren, wie ihr dort hingekommen seid, kann mir nicht vorstellen, dass es aus deutschland direktflüge nach nelson gibt. also: wie habt ihr das mit der an-/abfahrt gelöst?


Wir haben einen Gabelflug von Frankfurt nach Calgary, von dort per Inlandsflug nach Castlegar und zurück von Vancouver. Von Castlegar haben wir unseren 1. Radtag gestartet, einen Rundkurs von ca. 120km über Salmo nach Nelson und zurück nach Castlegar. Räder natürlich dabei, Inlandflug vorgebucht!

Zitat:
seid ihr nur den kvr gefahren? ich wollte eigentlich 4 wo weg und 600 km fahre ich vielelicht in einer woche... habe auf ner karte gesehen, dass es dort noch weitere interessante ausgebaute bahnstrecken gibt. hat jemand diesbezüglich noch empfehlungen?


Du mußt Dir unbedingt das Buch von Langford besorgen. Ohne würde ich den KVR mit Zelt und Kocher nicht fahren, da das Verpflegungsnetz löchrig ist und Du sonst noch 10 kg Gepäck (Essen und Trinken) mehr mitschleppst - da ist das Buch schon leichter und billiger grins

Wir sind ca. 1200km in 3 Wochen gefahren, davon ca. 800km auf dem Original-KVR. Die Strecke läßt sich problemlos (mit Hilfe des Buches, da es keine gescheiten Karten gibt) um einige hundert km verlängern.

Die Strecke von Hope nach Vancouver (200 km) sieht auf der Karte furchtbar aus, fährt sich aber ausgesprochen gut. Besorge Dir eine Regionalkarte in Hope und Du wirst einen sehr schönen Einblick in das Farmerleben in BC bekommen.

Gruß
clebre
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#66736 - 12/19/03 10:50 PM Re: Kettle-Valley-Railway [Re: clebre]
shabbaz
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Hallo,

erstmal danke für die infos. hast du vielleicht auch ein paar fotos online, auf denen ich mal schauen kann, wie es da so aussieht? ich habe zwar ne ungefähre vorstellung, muß aber noch meine freundin überzeugen....

gruss, s.
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#66770 - 12/20/03 01:51 PM Re: Kettle-Valley-Railway [Re: shabbaz]
schwalli
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kann dir welche zumailen. brauechte eben nur deine adresse bäh
andreas
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#66888 - 12/21/03 02:30 PM Re: Bären [Re: donauforelle]
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Hallo,

bin auch durch Nordamerika gereist und habe sogar gehofft einen Bären zu treffen. Dieses ist mir dann auch gelungen und der Bär war an allem möglichen in der Umgebung interessiert aber bestimmt nicht daran mich zu fressen. Seelenruhig lies er sich in einem Abstand von ca. 5m ablichten, bis er selbst dann die Biege gemacht hat.
Also nicht verückt machen lassen.

gruß Michael
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#66896 - 12/21/03 04:05 PM Re: Bären [Re: Anonymous]
schwalli
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ABSTAND VON 5METERN ABLICHTEN verwirrt bist du des wahnsinns? warum denkst du werden die ganzen infobroschueren in den parks verteilt? nur zum spass?
"dein" baer hat gelernt das von menschen keine gefahr ausgeht, deswegen rennt er nicht mehr davon! das naechste mal laueft er in das naechste dorf durchwuelt die muelltonnen, frisst evtl. noch nachbars nervigen koeder und schon wird er gejagt und erschossen weil er eine (von menschen gemachte) gefahr darstellt. ich hatte eine lange unterhaltung mit einem parkranger in banff, dieser arme mann war so frustriert uber das verhalten der touristen das er am liebsten geheult haette! man muss sich das mal vorstellen: du kennst jeden baeren in der umgebung beim namen und irgendwann heisst dann du musst ihn erschiesen verwirrt
wann begreifen wir menschen endlich das wir wenn wir uns im "wohnzimmer " der lieben tierwelt aufhalten uns auch demenstsprechend verhalten muessen/sollen.

lasst euch nicht fressen....
gruss
andreas
andreas
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#66920 - 12/21/03 06:44 PM Re: Bären [Re: schwalli]
Anonym
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wenn du so ausgibig die sogenannten Broschüren studiert hast, verstehe ich deine Antwort nicht. Was machst du dann überhaupt in den Parks. Wenn ich bei einer Wanderung auf einen Bären treffe, ist es deiner Meinung nach besser die Beine in die Hände zu nehmen, oder wie??? dann viel spass beim laufen, der Bär ist schneller.
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#66933 - 12/21/03 07:33 PM Re: Bären [Re: Anonymous]
schwalli
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hallo unbekannt,
ich meinte ,damit das man sich den baeren nicht naehern soll nur um ein "gutes" bild zubekommen---wenn man auf einer wanderung auf einen baeren stoesst ist das natuerlich etwas anderes. fuer mich klang dein posting es nach einem typischen touriverhalten...... finde deinen mut zum fotoschiesen aus 5 metern entfernung trotzdem nicht richtig.

punkt -schluss- aus rege mich sonst nur auf
andreas
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#67859 - 01/01/04 12:45 PM Re: Bären [Re: donauforelle]
Anja
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Hallo Donauforelle,
wir waren letztes Jahr in Kanada, Yukon unterwegs. Ich hatte auch ziemlichen Bammel wegen der Bären. Aus dem Grund haben wir auch nicht wild gezeltet.
Auf den Zeltplätzen haben wir auch darauf geachtet, daß wir alles, was irgendwie riecht, weit weg vom Zelt deponiert haben. Auf privaten Zeltplätzen war ja immer ein Zeltplatzwart da, den wir gefragt haben, wo wir unsere Sachen lassen können und es hat sich immer ein abgeschlossener Raum dafür gefunden. Für die staatlichen Zeltplätze haben wir unterwegs von 3 Radlern einen Tip bekommen: in Kanada stehen auf jedem staatlichen Platz bärensichere Müllcontainer. Die haben oben eine Einfüllöffnung und sind innen mit nem Müllsack bestückt. Auf der Rückseite haben sie einen ebenfalls bärensicheren Deckel, durch den der Müllsack hearusgenommen werden kann. Dort hinein haben wir unsere Taschen mit Essen und Duschbad gepackt. Das hört sich nicht sehr appetitlich an, aber die Container sind aufgrund des Müllsackes dort sauber und wir haben wasserdichte Ortliebtaschen, so daß dort nichts passieren kann. Die Methode hat auch geholfen (wir waren auf einem Zeltplatz, wo schon in der Zufahrt jede Menge Bärenkacke lag und haben nachts keinen Besuch bekommen und unser Frühstück war auch noch in Ordnung).

Zum Thema Geruch nach Mensch: Genau das ist das Wichtige. Von Natur aus ist der Bär scheu und betrachtet Menschen nicht als Futter. Er greift nur an, wenn man ihn erschreckt, seinem Futter oder den Bärenkindern zu nahe kommt. In Kanada werden die Bären von Rangern beobachtet und wenn sie sich bärenuntypische Verhaltensweisen (wie z.B. das Plündern von Autos oder Hütten) angewöhnen, werden sie umgesiedelt, wenn auch das nicht hilft: erschossen. (Das hört sich sehr grass an, scheint aber in dem Fall unumgänglich zu sein. Man muß sich nur vor Augen halten, daß man als Mensch daran schuld ist, indem man nämlich Abfälle oder Essen in der Gegend rumliegen läßt!!! traurig böse ) In den USA soll man angeblich nicht so konsequent sein (haben wir nur gehört).
Wir sind auf dem Fahrrad einmal in die Nähe eines Grizzly gekommen, der am Straßenrand Blümchen gefressen hat. Der hat sich genau nach "Vorschrift" verhalten: Er hat uns bemerkt (wir waren stehen geblieben und haben geredet - selbstverständlich auch fotografiert), hat sich in voller Größe aufgerichtet, geschnüffelt (ich wollte mich erst unter meinem Fahrrad verkriechen, hab mich dann aber an den Film im KLuane National Park Visiter Center errinnert), in unsere Richtung etwas intensiver und ist dann im Wald verschwunden. Etwas sicherer hatten wir uns gefühlt, da 2 einheimische Autofahrer sich an der Straße postiert hatten und das Geschehen beobachtet haben. Der Bär hat sich aber vom Autolärm oder Geruch nicht beeindrucken lassen, er ist VOR UNS weggerannt. unsicher
Eine weitere Erfahrung haben wir im Kluane National Park gemacht. Dort wollten wir den Slims River East Trail (für MTB geeignet) versuchen. Das gesamt Tal war gesperrt wegen Bärenaktivitäten. DIe Ranger haben uns erklärt, daß sie das tun, um den Kontakt Mensch und Bär zur beiderseitigen Sicherheit zu vermeiden. (Am Eingang zum Visitor Information Center steht auch ein Spruch: "Die Bären wohnen hier, du bist Gast.") Das heißt, es wird dort nicht um jeden Preis Tourismus betrieben.
Damit fühlt man sich automatisch sicherer.

Bezüglich Fahrrad wurde uns noch der Tip gegeben, beim Duchfahren von Wald, Lärm zu machen (z.B. Reden), damit uns der Bär nicht aufgrund der für Menschen schnellen Fortbewegungsart für ein rennendes Tier hält... Weiß nicht, ob da was dran ist, jedenfalls haben wir den Urlaub ohne Nahkampf überstanden und ich würde mich von einer Kanadareise nicht wegen der Angst vor Bären abhalten lassen. Das Land ist dazu einfach zu schön. Gesunder Respekt ist sehr wichtig und man bekommt auch in jedem Gebiet Verhaltensregeln mitgeteilt.

Also viel Spaß und ändere auf keinen Fall Deine Reiseroute!
Anja
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#67922 - 01/01/04 11:02 PM Re: Bären [Re: Anja]
BuschnicK
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"Umsiedeln der Bären"

Das wird tatsächlich gemacht, aber wie ich mittlerweile von mehreren Einheimischen bestätigt bekommen habe ist das eine ziemlich idiotische Idee und macht mehr Probleme als es löst. Ich habe Verwandte am "Arsch der Welt", wo die "problem bears" hingesiedelt werden. Man kann sich ja vorstellen dass die (Menschen) sich echt bedanken dafür. Und die Bären genauso. Immerhin werden sie damit auf das Territorium bereits dort lebender Artgenossen gebracht und es gibt übelste Fetzereien. Häufig ist es wohl so, dass die umgesiedelten Bären sich als erste Amtshandlung auf den Weg zurück in die Heimat machen. Dann legen sie innerhalb weniger Wochen mehrere hundert km zurück und sind danach erst recht hungrig...
Ich denke wenn ein Bär ernsthaft Probleme macht (sich an Menschen gewöhnt hat) muss er erschossen werden. Ist zensiert, aber deshalb soll man sich ja auch fern halten von den Viechern. Vielleicht sehen sie uns dann auch wieder als Gefahr und meiden uns (abschreckendes Beispiel und so) statt uns als potentielle Nahrungsspender anzusehen wie es wohl leider zunehmend der Fall ist.

Eine amüsante urban legend (oder doch wahr?), die mir in Longworth, nem 5 Seelen Dorf in BC, erzählt wurde, ist die von den drunken bears. Das Dorf liegt an Bahngleisen, über die viele Getreidezüge aus Canadas "Kornkammer" Alberta kommen. Jetzt sind innerhalb einer Woche gleich zwei Züge entgleist und haben ihre Ladung ausgekippt. Das Getreide liegt da in Riesenbergen und beginnt zu gähren. Die Bären kommen und fressen sich durch. Das ganze Dorf kommt zusammen und beglotzt besoffen durch die Gegend taumelnde Bären. ;-)

Sören
-- meine "Europa Runde" 2004: www.BuschnicK.net
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#67939 - 01/02/04 09:44 AM Re: Bären [Re: BuschnicK]
Wolfgang
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Zitat:

Eine amüsante urban legend (oder doch wahr?), die mir in Longworth, nem 5 Seelen Dorf in BC, erzählt wurde, ist die von den drunken bears. Das Dorf liegt an Bahngleisen, über die viele Getreidezüge aus Canadas "Kornkammer" Alberta kommen. Jetzt sind innerhalb einer Woche gleich zwei Züge entgleist und haben ihre Ladung ausgekippt. Das Getreide liegt da in Riesenbergen und beginnt zu gähren. Die Bären kommen und fressen sich durch. Das ganze Dorf kommt zusammen und beglotzt besoffen durch die Gegend taumelnde Bären. ;-)


... ich kann mir gut vorstellen, daß das stimmt. In Afrika schlagen sich die Viecher den Wanst voll mit gärenden Marulafrüchten und torkeln dann durch die Gegend.

Gruß
Wolfgang
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#68560 - 01/06/04 11:33 PM Re: Bären [Re: donauforelle]
nordicbikefan
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Auch ich kann von Bärenerlebnisse berichten.Ich war vor ein paar Jahren auf einer Radtour in Kanada - Rocky Mountains unterwegs. Hatte auch in der Vorbereitungsphase zu dieser Tour ziemlichen Bammel unsicher vor den Bären. Wo ich schon überlegt habe, die Tour überhaupt zu machen. Aber, ich habe allen Mut zusammen genommen, bloß gut denn es war eine der schönsten Touren die ich gemacht habe. Mit vielen gigantischen Naturerlebnissen, netten Bekanntschaften und einen Jahrhundert Sommer für Kanada.
Zur Vorbereitung habe ich viel über Bären und Verhaltensregeln für Menschen gelesen in der Hoffnung Meister Petz nur aus der Ferne oder gar nicht zusehen.

Bei den gigantischen Naturerlebnissen waren auch 3 Bären Begegnungen dabei. Die erste Begegnung war natürlich ganz unverhofft.
Gleich zu Beginn einer Etappe mußten wir einen Berg hoch kämpfen. Wir sind gerade mal 1,3 km von unseren Wildzeltplatz entfernt,da ca. 100m vor uns etwas schwarzes von der rechten Seite aus der Straßenböschung - ein schwarz Bär. Der Bär schaut kurz und läuft schnell über die Straße und verschwindet im Wald.Der Bär verschwand so schnell wie er gekommen ist. Natürlich bin ich nicht einmal dazu gekommen meinen Fotoapparat raus zuholen. Der Bär war noch recht jung gewesen und hatte wahrscheinlich mehr Angst gehabt. Wir waren in dem Augenblick angehalten, ganz ruhig und hatten nicht mal Angst. Danach gingen uns dann doch viele Gedanken durch den Kopf. Wir haben nur 1,3 km entfernt wild gezeltet und fühlten uns sicher. Also man darf hier in den "Rocky`s" nicht leichtsinnig sein. Nach diesen ersten Bärenerlebnis haben wir nur noch auf Campgrunds übernachtet, da füllten wir uns ´sicherer ( auch wenn es nur eine Kopfsache war).

Die zweite Bärenbegegnung für uns nicht so gefährlich und unspekulär verlaufen. Bei einen Ausflug mit dem Bus zum Maligne Lake kommt es auf der Rückfahrt zu einer Bären Begegnung. Keine 5 m vom Bus kommt stattlicher großer, ausgewachsner schwarz Bär aus dem Wald. Der Bus fährt extra für uns Touristen ganz langsam nebenher. Der Bär läßt sich nicht stören und trottet in aller ruhe weiter, wären ca.25 Touris einschließlich uns klotzen. Aber war trotzdem ein schönes Erlebnis, so nah die muskulären Bewegungen des Bären zu sehen. Wir waren bei dem prachtvollen Exemplar froh im Bus zu sitzen und nicht mit dem Bike unterwegs zu sein.

Bärenbegegnung Nummer 3 war auf der Etappe hinter Columbia Icefield, wir haben die schöne Gletscherwelt hinter uns gelassen und befinden uns gerade auf einer leichten Abfahrt. Ich war in diesen Augenblick etwas in Gedanken, als der Ruf meiner Mitfahrerin erklingt - Bär vor uns. Wir haben ganz stark abgebremst und angehalten. Nur ganze 10m (haben wir im nachhinein ausgemessen) vor uns, kommt von der linken Seite eine Schwarzbärenmutter mit 2 kleinen Bärenjungen auf die Straße schockiert . Die Bärenmutter hält auf der Straße an, schaut zu uns herüber in dem Moment waren wir die einzigen auf der Straße die ihr oder den Jungen gefährlich sein könnten. Sie schaut immer noch und im dem Augenblick kommt von vorn ein Auto, was anhalten mußte und so war die Bärenmutter von nun an auf das Auto fixiert. Für uns war das Auto die Rettung.So konnten zuerst die Bärenjungen über die Straße gehen, die Mutter folgte den beiden kleinen. Wir verhalten uns noch eine kleine Weile ruhig und beobachten wie die Bärenmutter mit den 2 kleinen über eine Flußbrücke in den dichten Wald verschwindet.Hier bei konnte ich doch noch ein Bärenfoto machen.
Und wir konnten ungeschadet unsere traumhafte Kanadaradtour fortsetzen lach .Dieses war eine gefährliche Situation.

Hier noch ein paar von uns ausprobierte Verhaltensregeln für Tourenradler die unterwegs sind:
- stehen bleiben und ruhig verhalten
- beim fahren nicht Träumen, immer wieder beim fahren die Waldränder absuchen
- beim Wildzelten die Umgebung absuchen auf umgeknickte Bäume oder Kratzspuren (haben wir auch gesehen)
- und nicht mit aller Hektik ein Foto erzwingen
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