Re: Alfine 8 vs. 11

Posted by: Anonymous

Re: Alfine 8 vs. 11 - 05/25/13 03:04 PM

Zitat:
Bei der R-Dose selbst kann der Fahrradbauer kaum sparen, dann ist es entweder ein Supersonderangebot oder er wird an tausend anderen Stellen sparen.
Die gegenwärtige Idee des Geldverdienens ist doch: Komm, lass uns die Ware im Billiglohnland herstellen, dann versuchen wir noch ne Strategie damit der Kunde das nicht mitbekommt ("Designed in U.S.A.") - um ihn dann anschließend richtig abzukochen. Laut CNN kostet ein Herrenhemd aus Bangladesch in der Herstellung (und Versand?) unter 4 USD, verkauft wird es zum 20-fachen Preis, das sind 2000 Prozent. Wie hoch wohl der Gewinn sein wird? Gleiches gilt für nahezu alle Konsumerware wie Vaude-Taschen, Gore-Tex Funktionshosen, Hi-Tech-Golfschläger und sogar Segelyachten, die zu polnischen Löhnen laminiert und zu Cote-Azur Preisen verkauft werden.

Ich als Kunde kann einfach nicht entscheiden ob der von Fort gelötete Rahmen, den (irgend-)ein Hersteller einkauft und labelt, 100 oder 500 EUR wert sein soll (Ankerheuristik!).
Vielleicht steht hinter der Idee des Verkaufsmodells "Billiger Rahmen & teure Schaltung = niedriger Preis" irgendetwas das wir als Kunden noch nicht kennen - oder es ist so, daß die Nabe als OEM-Ware bei einer entsprechenden Losgröße erheblich weniger kostet als wie wir Verbraucher das je zu träumen gewagt haben.

Autos werden hauptsächlich über Emotionen verkauft, gleiches gilt wohl auch für 3000EUR teure Fahrräder. Und wenn schon ich als Techie, der kaufmännisches Denken als durch und durch abstoßend betrachtet, ahnt, daß bei Fahrrädern zumindest das Marketing immer wichtiger werden wird, dann will ich nicht wissen wie die Verwertungskette uns Verbraucher auch hier über den Tisch zieht.