Posted by: Peter Lpz
Re: Germans Cycles, das wars - 07/05/12 07:03 PM
Auch wenn ich Dir recht gebe, dass eher keine Besserung in Aussicht ist, möchte ich Deinem Beitrag in seiner Vehemenz widersprechen. Ich brauche nur aus dem Fenster gucken, um zu sehen, wieviel Geld auch in ärmeren Wohnvierteln vorhanden ist. Das beweist der tägliche Kampf mit teuren Kaleschen um die "raren" Parkplätze. Dabei ist Leipzig mit sehr breiten Nebenstraßen gesegnet. Auch zählt die Stadt zu den ärmeren in Deutschland.
Es liegt weniger am fehlenden Geld, als am fehlenden Bewusstsein. Man zimmert bis heute neue Einkaufstempel in die Landschaft und ich frage mich seit Jahren, wo die Kaufkraft dafür herkommt. Sie ist einfach da! Die Bevölkerung in Deutschland ist nicht arm - noch nicht! Arme Menschen findet man natürlich trotzdem - allerdings auch in Norwegen oder der Schweiz. Der Vergleich mit dem rohstoffreichen und bevölkerungsarmen Norwegen taugt m. E. überhaupt nicht. Ich denke auch, dass man von "Geiz ist Geil" noch bis heute profitiert. Das bittere Erwachen kommt erst noch.
Auch möchte ich Dir darin widersprechen, dass der Rückzug dieses Radladens aus dem Geschäftsleben aus "unternehmerischer Schwäche" resultiert. Ich werte es eher als menschliche Stärke. Der Typ hat eben die Faxen dicke und macht was anderes. Es werden ihm noch ein paar folgen, die auch was können. Ich denke, man verdient in dem Geschäft am Fahrradverkauf. Der Service ist zeit- und arbeitsintensiv und damit teuer. Wenn jetzt nur noch Kunden kommen, die ihre Rösser günstig im Netz gekauft haben und jetzt billigen Service wollen, so antwortet man denen mit unserem sächsischen König: "Macht Euch euern Dreck alleene"
Ich finde das sehr schade, weil ich Bürohengst bin und nicht alles "alleene" kann. Da tut einem so eine Geschäftsaufgabe immer weh, auch wenn ich den Laden nicht kenne. Die Kundenkritik des Inhabers kann ich jedenfalls nachvollziehen - auch aus Diskussionen im Kollegenbereich. Sie schaffen sich ihre Servicewüste selbst und jammern dann übers Unvermögen der anderen. Was soll man da machen? Ich brauche gerade wirklich kein neues Rad.
Gruß Peter
Es liegt weniger am fehlenden Geld, als am fehlenden Bewusstsein. Man zimmert bis heute neue Einkaufstempel in die Landschaft und ich frage mich seit Jahren, wo die Kaufkraft dafür herkommt. Sie ist einfach da! Die Bevölkerung in Deutschland ist nicht arm - noch nicht! Arme Menschen findet man natürlich trotzdem - allerdings auch in Norwegen oder der Schweiz. Der Vergleich mit dem rohstoffreichen und bevölkerungsarmen Norwegen taugt m. E. überhaupt nicht. Ich denke auch, dass man von "Geiz ist Geil" noch bis heute profitiert. Das bittere Erwachen kommt erst noch.
Auch möchte ich Dir darin widersprechen, dass der Rückzug dieses Radladens aus dem Geschäftsleben aus "unternehmerischer Schwäche" resultiert. Ich werte es eher als menschliche Stärke. Der Typ hat eben die Faxen dicke und macht was anderes. Es werden ihm noch ein paar folgen, die auch was können. Ich denke, man verdient in dem Geschäft am Fahrradverkauf. Der Service ist zeit- und arbeitsintensiv und damit teuer. Wenn jetzt nur noch Kunden kommen, die ihre Rösser günstig im Netz gekauft haben und jetzt billigen Service wollen, so antwortet man denen mit unserem sächsischen König: "Macht Euch euern Dreck alleene"
Ich finde das sehr schade, weil ich Bürohengst bin und nicht alles "alleene" kann. Da tut einem so eine Geschäftsaufgabe immer weh, auch wenn ich den Laden nicht kenne. Die Kundenkritik des Inhabers kann ich jedenfalls nachvollziehen - auch aus Diskussionen im Kollegenbereich. Sie schaffen sich ihre Servicewüste selbst und jammern dann übers Unvermögen der anderen. Was soll man da machen? Ich brauche gerade wirklich kein neues Rad.

Gruß Peter