Re: Bremskraft begrenzen

Posted by: HelgeWI

Re: Bremskraft begrenzen - 11/24/11 04:27 PM

In Antwort auf: kona
In Antwort auf: HelgeWI
In Antwort auf: Toxxi
In Antwort auf: HelgeWI
Auch beim Rad könnte man damit sicher kürzere Bremswege erreichen, aber wieviel Verkürzung mit welchem Aufwand (und Zusatzgewicht) sei mal dahingestellt.


Ein ABS verkürzt i.d.R. nicht den Bremsweg, im Gegenteil es kann ihn sogar verlängern. Der Sinn ist ein ganz anderer: Das Auto bleibt steuerbar.

Tja, manche Geschichten sind unausrottbar. Natürlich verkürzt ein ABS in nahezu allen Bremssituationen den Bremsweg, mal mehr, mal weniger.


In allen Bremssituationen, wo das Rad nicht blockiert, macht ein ABS erstmal gar nichts (Außer auf Signale von einigen Sensoren zu warten.)
Nach wie vor ist der Bremsweg bei Vollbremsung mit ABS länger, als bei Vollbremsung ohne ABS.
Ich halte Dir zugute, daß Du keine Ahnung von der Funktionsweise eines ABS hast. In der Realität erkennt das ABS innerhalb von wenigen zig Millisekunden, ob ein Rad auch nur dazu neigt zu blockieren (d.h. das Rad blockiert gar nicht erst) und regelt das Rad dann auf optimalen Schlupf (im Takt von wenigen zig Millisekunden). Im Bereich des optimalen Schlupfes nun ist der Reibbeiwert erheblich höher als beim zaghaften Bremser (Rad schlupft quasi nicht, ABS macht auch nichts) und natürlich auch erheblich höher als beim Drauflatscher (Rad blockiert mit 100% Schlupf ohne ABS).
Das macht das ABS nun für jedes der 4 Räder unabhängig.
Wie da ein menschlicher Fahrer einen kürzeren Bremsweg erreichen soll, bleibt wohl auf immer Dein Geheimnis. lach
In Antwort auf: kona
Leider fuhren dann viele ABS-User wieder riskanter - Risikokompensation
Ja, die berühmte "Risikompensation" (auf deren Beweis die Fachwelt auch immer noch wartet)
In Antwort auf: kona

In Antwort auf: HelgeWI

Zusammen mit einem heute üblichen Bremsassistenten unschlagbar, weil dann auch noch die Angst mancher Fahrer vor der Vollbremsung umgangen wird.


Ha Ha, das wäre mal schön.
Ich habe in den letzten Jahren schon häufiger von (v.a.weiblichen) Autofahrern gehört (persönlich), dass sie sich kaum noch zu bremsen trauten, weil das Bremspedal vibrierte. Da wurde dann schon mal auf "Kriechstrecken" nach Hause oder zur Werkstatt gefahren.
Und noch ein modernes Märchen! Das Bremspedal "vibriert" bei heutigen ABS kaum noch, aber selbst wenn, dann tut es das eben nur bei einer Bremsung mit wesentlichem ABS Eingriff, also nur bei den beschriebenen echten Notbremsungen oder bei Glatteis. Also sicher kein bedeutender Fall, der irgendwelche Mädels auf "Kriechstrecken" zwingt - das glaubst Du wohl selbst nicht zwinker
In Antwort auf: kona

Du kannst ja mal in Autowerkstätten nachfragen, wie oft Kundschaft mit defekter Bremse, weil vibrierendem Bremspedal, anrufen oder vor Ort auftauchen.

Je mehr "Fahrassistenten" in den Autos verbaut sind, desto weniger beschäftigen sich die Leute mit Fahrtraining und Fahrphysik.

Die heute schon fast typische unangepaßte Geschwindigkeit und die Nichteinhaltung der Sicherheitsabstände führen zwar laufend zu tödlichen Massenkarambolagen, schuld sind dann aber bspw. "plötzlich auftauchende Nebelbänke" oder "plötzliche Sandstürme". Toll auch der Begriff: "Witterungsbedingte Unfälle".

Da könnte die heutige Technik viel helfen, dann fahren aber die Leute immer beschi**ener.
Insofern sehe ich Sicherheitstechnik immer zwiespältig. Wer gut fahren kann (und dieses auch macht) braucht die Helferlein kaum/nicht. Aber, sie stört einen guten Fahrer meist auch nicht. zwinker
Jaja die moderne Technik, sie ist durchweg böse. verwirrt
Daß Du mit technik-freier Fahrtechnik die Möglichkeiten eines ABS oder ESP nicht ersetzen kannst und daher mit weniger Sicherheit auskommen mußt, sollte nun klar sein.
Hat aber (Glücklicherweise) wesentlich dazu beigetragen, daß wir heute den geringsten Stand an Todesfällen im Straßenverkehr seit 50 Jahren haben, obwohl 10-mal so viele PKWs herumfahren