Wieso konisch?
als sich auf üblen Pisten die Schrauben minimalst gelockert hatten,
Die Schrauben lockern sich, weil sich durch das Gerüttel (schwellende Last) die Kontaktflächen (Kopfauflage, Bauteilfugen, tragende Gewindegänge) setzen (= glätten, ineinanderarbeiten) und dadurch die Schraubenspannung verloren geht. Bei einem gegebenen Anzugsmoment ist das ein fixer Betrag, abhängig von der Zahl der Setzfugen und der Oberflächenqualität und -beschaffenheit (z.B. Lackschichten / schon allein deswegen das Gewinde am neuen Rahmen immer nachschneiden). Die Dehnung der Schraube ist hingegen abhängig von dem Anzugsmoment und der freien Länge zwischen Kopfauflage und dem Innengewinde, in das sie eingeschraubt ist. Je länger, desto größer die Dehnung. Alte Konstrukteursregel: Lange Schraube = gute Schraube. Wenn von dieser großen Dehnung nämlich ein kleiner Betrag abhanden kommt, z.B. durch Setzen, ändert sich an der Schraubenspannung nur wenig, während sie bei einer kurzen Schraube komplett weg sein kann. Und wenn du mal überlegst, welche Verschraubungen traditionell Schwierigkeiten bereiten, dann sind das immer die kurzen, durch ein dünnes Bauteil (Gepäckträgerauge) direkt in ein Innengewinde, oder durch ein besonders dünnes Bauteil aus nachgiebigem, duktilem Material (Fahrradschutzblech oder ganz schlimm: Nummernschild am vibrierenden Motorrad). Mit dieser im anderen Thread verlinkten Tubus-Hülse gewinnst du 6mm Dehnlänge an der Schraube. Wie groß ist denn die vorhandene am Gepäckträgerfuß? Bei meinem max. 1,5mm, eher 1,2 ("3D-Fuß" am Tubus Logo Evo*). Mit der Hülse hast du also die Dehnlänge verfünffacht, bei 1,5-facher Anzahl (drei statt zwei) der Setzfugen.
* Bei diesem Gepäckträgerfuß könnte man die verlinkte Hülse (14mm Außendurchmesser) übrigens nicht verwenden, wie ich gerade gesehen habe, da der Schraubenkopf eingesenkt ist.