Dass die Vittorias rutschiger sind als andere Reifen, habe ja nicht nur ich festgestellt.
Besonders beim Rubino Pro waren es mehrere Mitglieder eines Amateur-Radteams aus MV, die den Rubino Pro auf ihren gesponsorten Rädern hatten.
Die Gummimischung, die der Rubino Pro drauf hatte, hatten auch die besten Rennreifen Vittorias aufvulkansiert. Nachdem etliche TDF Fahrer sich damit bei Regen lang gemacht haben, hat Vittoria dort endlich auf die neue Iso Grip Gummimischung gewechselt (nur leider nicht beim Rubino Pro).
Ja richtig. Im Rutschtest einer Rennradbravo lagen zwischen den Rubino Pro und den Testsiegern .... Waren es nicht ca. 1,5km/h?
Im ernst, so sehr fahre ich nicht einmal auf Brevets am Limit. Im Alltag gleich gar nicht.
Zudem gibt es den Reifen mittlerweile auch mit Regenmischung und verstärkten Flanken. Heißt dann "Vittoria Rubino Pro Tech". - Brauche ich derzeit aber nicht. Mir reicht ein guter Allrounder.
Ich kann dir von Herzen empfehlen, mal die neuen Conti GP 4000 S in 28 mm zu montieren und zumindest hinten einen Latexschlauch einzuziehen. Das bringt Komfort und rollt sehr angenehm leicht ab. Der Vittoria Rubino Pro hat einen höheren Rollwiderstand (den bin ich auch mit Latexschlauch gefahren).
Gut gemeint, aber die Contis sind zwar an und für sich nicht schlecht, die Pannenanfälligkeit war bei mir aber auch nicht besser. Im Grunde sogar ein wenig schlechter, weil die Flanken etwas eher rissig wurden. Dafür sind die dann aber auch noch eine Ecke teurer.
Latexschläuche muß ich mir nicht antun. Derzeit kontrolliere ich jede Woche mal den Reifendruck und pumpe bei Bedarf alle 1 oder 2 Wochen mal ein paar Hübe mit der Handpumpe nach. - Auch das geht für mich eher in Richtung "Sorglosreifen".
Auch bringt es für den Komfort etwas breitere Felgen zu montieren. Ich habe derzeit am CX Rad im Rennmodus ein 19C Alfine Voderrad mit einem 23 mm Conti verbaut. Eine weiteren Vorteil hat es auch; man braucht sich nicht so viele Gedanken um den Reifendruck machen. Ein 23 mm Reifen auf einer 19C Felge rollt auch bei 5 Bar noch passabel und macht keinen Ärger mit Durchschlägen (Fahrer 83 kg), selbst auf groben Kopfsteinpflaster.
Das ist mir dann doch zu extrem. Ich halte mich da lieber an die Tandemempfehlungen und fahre die 28er auf 18C und 19C-Felgen. Die Rubinos fallen ja im Gegensatz zu den Contis um 1-2mm schmaler aus. Ansonsten ist das m.E. sinnvolle Limit bei den Felgen bei 25er Reifen erreicht.
Ich fahre meine Reifen zwischen 5,5 und 7bar, je nach Strecke und Beladung. Ich selbst wiege ja schon 10kg mehr, als du.
Klar seitlich aufgebriebene/aufgeschlitzte Reifen sind ein andere Thematik.
Hierfür braucht man Reifen mit einer schnittfesten seitlichen Gewebelage.
Diese sind dann aber steifer, unkomfortabler und haben einen höheren Rollwiderstand
Ich habe damit im Grunde überhaupt kein Problem. Ich hatte das in den letzten Jahren genau 2x. Conti GP und Rubino Pro. Allerdings erwischt es auch dicke Breitreifen. - Kann immer mal passieren, wenn man nicht nur auf Asphalt unterwegs ist.
Auf Tagestouren (und länger) habe ich immer einen Ersatzfaltreifen mit. Das erscheint mir auch sinnvoll zu sein, wenn man nahezu ganzjährig unterwegs ist. Ich will bei Regen und -15°C nicht vielleicht noch im Dunkel im Schadensfall den Reifen auf Fremdkörper untersuchen müssen. Hatte ich, kenne ich, brauche ich nicht.

Und so groß und schwer ist ein Reifen in der Größe ja auch nicht.
Ich fahre im Winter, außer bei viel Schnee oder gar Eis auch die Rubinos. - Höchst unauffällig.
Wir hatten hier im Forum irgendwann mal die Diskussion, dass der Supreme nicht so angenehm abläuft wie der Marathon Racer (Evo).
Kann ich nicht mitreden. Ich fuhr den Racer der alten Generation gerne. Ok, Pannensicherheit war jetzt nicht seine größte Stärke. Aber er lief gut und auch recht lange. Leider wechselt Schwalbe ja bald jährlich das Programm. Da habe ich keine Lust mehr drauf. Immer, wenn ich ein Modell nachkaufen will, gibt es das so nicht mehr. Ich will auch keine dicken Kautschukeinlagen fahren. Brauche ich einfach nicht, weil ich kaum mal eine Reifenpanne habe. Und zum laufenden Reifentesten ist mir das Zeugs schlicht zu teuer.
Wenn du einen breiteren/voluminöseren Reifen als 28 mm suchst, kann ich dir den Vittoria XN Pro als eines der komfortabelsten und schnellsten Vertreter bis 32/34 mm empfehlen.
Bin ich mit durch. Die Randonneuse kann maximal 28er, wenn ich mit Schutzblechen fahren will und das will ich, der Randonneur ist gerade im Umbau von 32er Racer auf 28er Rubino Pro. - Reicht mir, mehr will und brauche ich nicht. Auch nicht mit um die 15kg Gepäck. (Volle Trinkflaschen zähle ich zum fahrfertigen Rad und nicht zu Gepäck.)

Conti Contact hatte ich vorher auch mal drauf, die sammeln aber kleine Steinchen und fahren sich im Vergleich geradezu hölzern.
Für den Grip auf nassen Asphalt sind aber teils gar einige einfachste Schwalbe Reifen z.B. mit dem "Basic Compound" besser. Dazu zählt z.B. der Schwalbe CX Comp. Er nutz sich aber verhältnissmäßig schnell ab. Die EVO Version vereinen Grip und zumindest eine mäßige Haltbarkeit besser.
Der CX Comp rollt sehr gut, ist aber im Alltag viel zu anfällig. Wie schon anderswo geschrieben, meine Räder sind Räder für Alltag, Brevet, ...
Conti hat mit seiner Black Chili Gummimischung wohl die beste Mischung auf den Markt.
Selbst mit schmalen 23 mm GP 4000 S Reifen lassen sich bis zu 10.000 km (Systemgewicht 95 kg) machen bei bestem Grip.
Ich komme auf um die 6.000km auf dem Hinterrad. Wenn's gut läuft, auf um die 8.000. Wie gesagt, das, was du als Systemgewicht angibst, hat hier in etwa schon der angezogene Fahrer.
Das Systemgewicht beträgt bei mir nicht so ganz selten um die 125kg. Da ist der Verschleiß einfach höher. Und ich fahre ja auch nicht nur besten Asphalt.
Kann ich gut mit leben. Ein Satz Reifen für um die 50€ ist zwar kein wirkliches Schnäppchen, finde ich aber durchaus noch akzeptabel.

Aber heh, ist doch toll die Auswahl.
Und mal ernsthaft: Das, was so ziemlich alle genannten Reifen heute so leisten, wäre vor 20 oder 30 Jahren nicht einmal denkbar gewesen. Was ich damals so flicken mußte ...