Re: Kommt 2012 was Neues von Busch & Müller?

Posted by: HelgeWI

Re: Kommt 2012 was Neues von Busch & Müller? - 08/09/11 10:57 AM

In Antwort auf: sonicbiker
In Antwort auf: StephanBehrendt
35 Watt bleiben 35 Watt - ob aus dem AKW oder dem Nabendynamo. Mehr als 100 Watt leisten die wenigsten Radler - also mit Verlusten fast die Hälfte der Leistung nur fürs Licht?

Mit etwas Effizienzsteigerung (siehe ein paar Beiträge weiter oben) braucht man vielleicht bald für die selbe Leuchtstärke nicht mehr 35 Watt sondern nur noch 20 Watt - und wenn sich das Licht in der Leistung an unterschiedliche Gegebenheiten anpassen lässt, das auch nicht dauerhaft. So, und dann gibt es da noch Akkulumatoren genannte Energiespeicher.
Auch die müssen geladen werden. Ein Akkumulator, der tagsüber mit 3 W geladen wird um dann nachts 20 W abzugeben wäre ordentlich groß, mal von der mangelhaften Zuverlässigkeit dieses Verfahrens ganz abgesehen. Viele Radfahrer fahren nämlich nicht bloß zum posen, sondern jeden Tag zur Arbeit. Im Winter fahren die praktisch 3-4 Monate ausschließlich im Dunklen und das für 1-2h jeden Tag. Da kann man sich kein defizitäres Energiesystem leisten, as auf Pump lebt. Also ist man schon aus Gründen der Zuverlässigkeit und der Kompatibilität auf 3 W an 12 Ohm angewiesen.

In Antwort auf: sonicbiker


In Antwort auf: HelgeWI
Zum anderen fährt ein Radfahrer tatsächlich deutlich langsamer als Autofahrer. Nur weil die Schwerkraft in seltenen Fällen die gleiche Geschwindigkeit ermöglicht, muß man die ja nicht fahren - und das aus noch ganz anderen Gründen. Ein Fahrrad hat bei weitem nicht die Möglichkeiten in einer bestimmten Entfernung sicher anzuhalten, wie ein Auto. Schon alleine daher gibt es kaum einen Grund für das Fahrrad gleiche Scheinwerferhelligkeiten bereitzustellen wie beim Auto

Tja, fast könnte man dir zustimmen - nur leider sind die Fahrbahnen für Radfahrer (=Radwege) häufig schmaler, kurviger, schlechter ausgebaut, mehr verschmutzt, führen näher an Bäumen und Gesträuch und dem Waldrand (Tiere!) entlang. Auf gemeinsam genutzten Fahrbahnen (=Straßen) bedeuten schon kleinere Hindernisse wie Steine und Schlaglöcher eine höhere Gefährdung.
Weiter könnte man Blendeffekte anführen, insbesondere an linksseitigen Radwegen über Land - durch die nach rechts sehr viel stärker ausleuchtenden, da assymetrischen Autoscheinwerfer. Plötzlich sieht man den ach so hellen Cyo gar nicht mehr.

Warum also sollte das Licht am Rad schlechter sein als am Auto?
Weil ein Rad kein Auto ist und man kein so helles Licht braucht, ganz einfach. Mehr Heligkeit leuchtet auch nicht breiter, hier kommt es auf etwas mehr Leuchtfläche an, deren Gesamtlichtstrombedarf immer noch weit weg von dem eines Autos ist. Man paßt außerdem seine Geschwindigkeit ja nun den Wegen an, fährt also auf sehr schlechten wegen natürlich viel langsamer als auf guten. Und gegen Blender hilft auch kein noch so heller eigener Scheinwerfer, da guckt man am Besten nicht rein.
Gegen linksseitige Radwege hilft auch kein helleres Licht, sondern nur das lange überfällige Verbot derselben.