Posted by: faltblitz
Knieprobleme und Kurbellänge - 04/12/14 05:28 PM
Hallo,
ich habe stark geschädigte Kniegelenke (u.a. kaputte Bänder und Knorpelschäden, Arthrose...) und daher bei Belastung (bzw. Fehlbelastung) auch schnell Beschwerden. Daher bemühe ich mich, das Radfahren so zu gestalten, dass es möglichst knieverträglich ist.
Grundsätzlich fahre ich daher eher mit höherer Trittfrequenz und weniger Kraft, besonders an Steigungen. Gegenwärtig fahre ich bei 88 cm Schrittlänge auf dem Reisedampfer (26 Zoll und 57 mm breite Reifen) eine 175 mm lange Kurbel mit 22/32/44 Zähnen-Kettenblättern und hinten eine 9-fach Kassette 11-32. Da habe ich bei beladenem Rad an ordentlichen Steigungen aber öfters das Gefühl, dass mir noch 1-3 Gänge zum Untersetzen fehlen... Wenn ich den Ritzelrechner bemühe, wird mir das auch klar: Um in einer für mich angenehmen Trittfrequenz von z.B. 85 Kurbelumdrehungen/min zu bleiben, müsste ich 7,3 km/h fahren... Da ist an stärkeren Steigungen für mich mit Gepäck viel zu schnell. Ich kann mit Gepäck locker 4 km/h ruhig geradeaus fahren, selbst 3,5 gehen noch (alles getestet).
Die naheliegenden Möglichkeiten, vorn ein Mountain-Goat mit 20 Zähnen und hinten eine 11-34er oder 12-36er Kassette zu montieren, werde ich jetzt natürlich ausschöpfen (so Umwerfer und Schaltwerk mitspielen). Allerdings ist der Effekt geringer, als ich angenommen habe. Wenn ich nicht unter 85 U/min kommen will, muss ich immer noch 6 km/h fahren.
Eine weitere Möglichkeit, die Kraft zu verringern, wären längere Pedale. Bei 88 cm Schrittlänge werden sowieso meist 180 mm empfohlen. Damit kann an Steigungen der Hebel verlängert werden. Sorgen macht mir dabei aber, dass ich ja den Sattel 5 mm weiter runter setzen müsste und so am oberen Totpunkt mit dem Fuß 1 cm höher komme und das Knie entsprechend stärker beugen muss. 1 cm Sattelhöhe hatte ich nach meiner bisherigen Erfahrung im Knie gemerkt. Ich sitze jetzt schon ungewöhnlich hoch und fahre mit (am unteren Totpunkt) relativ gestrecktem Fuß und habe so am wenigesten Knieprobleme.
Dies würde ja eigentlich gegen längere Pedale sprechen, oder?
Irgendwie ist das ganze Thema sehr komplex und wird sehr kontrovers diskutiert. Einerseits sollen sich länger Pedale an Steigungen günstig auswirken, andererseits sollen sie Knieprobleme verursachen können...
Was denkt ihr darüber? Bei 175 mm-Kurbeln bleiben? Mich würden eure Gedanken, Anregungen und Erfahrungen dazu interessieren. Vielleicht haben andere mit ähnlichen Knieproblemen auch längere und kürzere Kurbeln ausprobiert...
Schon mal vielen Dank im Voraus für eure Tipps. :-)
Viele Grüße
Christoph
Edit: Ach so - ich bin viel in hügeliger Landschaft unterwegs...Mittelgebirgs-Vorland...da wechseln flache Abschnitte und Steigungen laufend.
ich habe stark geschädigte Kniegelenke (u.a. kaputte Bänder und Knorpelschäden, Arthrose...) und daher bei Belastung (bzw. Fehlbelastung) auch schnell Beschwerden. Daher bemühe ich mich, das Radfahren so zu gestalten, dass es möglichst knieverträglich ist.
Grundsätzlich fahre ich daher eher mit höherer Trittfrequenz und weniger Kraft, besonders an Steigungen. Gegenwärtig fahre ich bei 88 cm Schrittlänge auf dem Reisedampfer (26 Zoll und 57 mm breite Reifen) eine 175 mm lange Kurbel mit 22/32/44 Zähnen-Kettenblättern und hinten eine 9-fach Kassette 11-32. Da habe ich bei beladenem Rad an ordentlichen Steigungen aber öfters das Gefühl, dass mir noch 1-3 Gänge zum Untersetzen fehlen... Wenn ich den Ritzelrechner bemühe, wird mir das auch klar: Um in einer für mich angenehmen Trittfrequenz von z.B. 85 Kurbelumdrehungen/min zu bleiben, müsste ich 7,3 km/h fahren... Da ist an stärkeren Steigungen für mich mit Gepäck viel zu schnell. Ich kann mit Gepäck locker 4 km/h ruhig geradeaus fahren, selbst 3,5 gehen noch (alles getestet).
Die naheliegenden Möglichkeiten, vorn ein Mountain-Goat mit 20 Zähnen und hinten eine 11-34er oder 12-36er Kassette zu montieren, werde ich jetzt natürlich ausschöpfen (so Umwerfer und Schaltwerk mitspielen). Allerdings ist der Effekt geringer, als ich angenommen habe. Wenn ich nicht unter 85 U/min kommen will, muss ich immer noch 6 km/h fahren.
Eine weitere Möglichkeit, die Kraft zu verringern, wären längere Pedale. Bei 88 cm Schrittlänge werden sowieso meist 180 mm empfohlen. Damit kann an Steigungen der Hebel verlängert werden. Sorgen macht mir dabei aber, dass ich ja den Sattel 5 mm weiter runter setzen müsste und so am oberen Totpunkt mit dem Fuß 1 cm höher komme und das Knie entsprechend stärker beugen muss. 1 cm Sattelhöhe hatte ich nach meiner bisherigen Erfahrung im Knie gemerkt. Ich sitze jetzt schon ungewöhnlich hoch und fahre mit (am unteren Totpunkt) relativ gestrecktem Fuß und habe so am wenigesten Knieprobleme.
Dies würde ja eigentlich gegen längere Pedale sprechen, oder?
Irgendwie ist das ganze Thema sehr komplex und wird sehr kontrovers diskutiert. Einerseits sollen sich länger Pedale an Steigungen günstig auswirken, andererseits sollen sie Knieprobleme verursachen können...
Was denkt ihr darüber? Bei 175 mm-Kurbeln bleiben? Mich würden eure Gedanken, Anregungen und Erfahrungen dazu interessieren. Vielleicht haben andere mit ähnlichen Knieproblemen auch längere und kürzere Kurbeln ausprobiert...
Schon mal vielen Dank im Voraus für eure Tipps. :-)
Viele Grüße
Christoph
Edit: Ach so - ich bin viel in hügeliger Landschaft unterwegs...Mittelgebirgs-Vorland...da wechseln flache Abschnitte und Steigungen laufend.