Posted by: Jojo64
Re: Abfärbung bei schwarzen Ledersätteln - 08/24/10 02:19 PM
Wie auch schon in der Fahrradzukunft zu lesen war, gibt es ja verschiedene Ansichten, wie ein Brooks zu fetten ist. Es gibt da grundsätzlich zwei Richtungen, wie ein fertig eingerittener Sattel auszusehen hat. Die eine Richtung sagt, der Sattel soll sich anformen und stabil bleiben, die andere Richtung sieht in dem Brooks so eine Art Hängematte. Bei der ersten Fraktion wird nur wenig Sattelfett verwendet (im Extremfall sogar garnichts), bei der zweiten Fraktion wird das Fett sehr üppig eingesetzt und dazu noch thermische (Ofen) und mechanische Folter (Hammer) angewendet.
Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen, dass Hitze im Backofen über 50 Grad das Leder austrocknet und spröde macht. Deshalb nutzen manche den Ofen ja auch nur um das aufgetragene Fett zum schmelzen zu bringen, damit es schneller und tiefer ins Leder eindringt. Ich halte das für einen Trugschluß. Das Fett kann garnicht überall dorthin kommen, wo es durch die Hitze dem Sattel entzogen wird. Das aber macht das Leder zu weich (Hängematte). Beide Fraktionen sind sich aber weitgehend einig, dass das Fett hauptsächlich unter den Sattel gehöhrt. Oben hat der Sattel durch Farbe und mechanischen Druck keine offenen "Poren" mehr, unten hat er eine ungeschützte Oberfläche. Und dort kann ich zuerst fühlen oder sehen ob das Leder spröde oder rissig wird, bevor es sich oben zeigt. Es sei denn, der Sattel wird ungeschützt der Witterung ausgesetzt. Oben sollte der Sattel eigentlich nur noch den Rest Fett abbekommen, den man nach dem Einfetten der Unterseite noch an den Händen hat. Man wird es nach ein paar Stunden trotzdem wegpolieren müssen, da selbst diese geringe Menge an Fett nicht vollständig einziehen kann.
@nöffö: Seit dem die Italiener das Sagen bei Brooks haben, würde ich mich nicht mehr so 100%ig auf deren Aussagen zur Lederpflege verlassen
@alle: Die Meisten fetten die Schnittkanten garnicht oder viel zu wenig. Die sollten ordentlich "ihr" Fett abbekommen.
Um zum Thema zurück zu kommen, mein B17 Standard in schwarz hat bis jetzt noch nicht abgefärbt (ca. 4.500 km). Auch der Zweite mit jetzt ca. 2.000 km tut es nicht. Aber heller als dunkelbeige sind meine Radhosen nicht, und wenn mal etwas anderes als Tech-Tex auf das Leder kommt, dann ist es blaue Baumwolle.
Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen, dass Hitze im Backofen über 50 Grad das Leder austrocknet und spröde macht. Deshalb nutzen manche den Ofen ja auch nur um das aufgetragene Fett zum schmelzen zu bringen, damit es schneller und tiefer ins Leder eindringt. Ich halte das für einen Trugschluß. Das Fett kann garnicht überall dorthin kommen, wo es durch die Hitze dem Sattel entzogen wird. Das aber macht das Leder zu weich (Hängematte). Beide Fraktionen sind sich aber weitgehend einig, dass das Fett hauptsächlich unter den Sattel gehöhrt. Oben hat der Sattel durch Farbe und mechanischen Druck keine offenen "Poren" mehr, unten hat er eine ungeschützte Oberfläche. Und dort kann ich zuerst fühlen oder sehen ob das Leder spröde oder rissig wird, bevor es sich oben zeigt. Es sei denn, der Sattel wird ungeschützt der Witterung ausgesetzt. Oben sollte der Sattel eigentlich nur noch den Rest Fett abbekommen, den man nach dem Einfetten der Unterseite noch an den Händen hat. Man wird es nach ein paar Stunden trotzdem wegpolieren müssen, da selbst diese geringe Menge an Fett nicht vollständig einziehen kann.
@nöffö: Seit dem die Italiener das Sagen bei Brooks haben, würde ich mich nicht mehr so 100%ig auf deren Aussagen zur Lederpflege verlassen

@alle: Die Meisten fetten die Schnittkanten garnicht oder viel zu wenig. Die sollten ordentlich "ihr" Fett abbekommen.
Um zum Thema zurück zu kommen, mein B17 Standard in schwarz hat bis jetzt noch nicht abgefärbt (ca. 4.500 km). Auch der Zweite mit jetzt ca. 2.000 km tut es nicht. Aber heller als dunkelbeige sind meine Radhosen nicht, und wenn mal etwas anderes als Tech-Tex auf das Leder kommt, dann ist es blaue Baumwolle.